Ausbildungsberufe von A bis Z
Vom Abfallwirtschafter bis zum Zollbeamten - Über 200 Ausbildungsberufe im Porträt.
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Kachelofenbauer
Der Kachelofen, zu Großmutters Zeiten wichtigste Wärmequelle in der Wohnung, bleibt auch im Technologiezeitalter sehr gefragt. «Er verbreitet eine gemütliche Atmosphäre, spart Energie und belastet die Umwelt wenig», sagt Elfriede Maier vom Verbund deutscher Kachelofen- und Luftheizungsbauer (HAGOS) in Stuttgart. Bau und Wartung dieser seit Jahrhunderten beliebten Heizung liegen in den Händen hoch qualifizierter Handwerker. Ofen- und Luftheizungsbau lautet die formelle Bezeichnung dieses zulassungspflichtigen Handwerks, das bundesweit knapp 2400 Betriebe betreiben. Die Fachleute bauen nicht nur Kachelöfen, sondern auch offene Kamine, traditionelle Herde für Küchen und Backöfen fürs Bäckergewerbe sowie Elektro-Speicherheizungen, Wandheizungen, Warmluft-Zentralheizungen und raumlufttechnische Anlagen für den Einsatz in der kleinen Wohnung bis zum Großraum. «Jedes Jahr werden 30 000 bis 40 000 Kachelöfen neu gebaut oder umgebaut», schätzt Maier. «Die Preise richten sich nach Größe und Befeuerungsart und fangen bei 8000 bis 10 000 Euro an. Nach oben gibt es keine Grenzen.» Friedrich Göbel, Referent für Berufsbildung beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima in Sankt Augustin bei Bonn bestätigt eine zunehmende Nachfrage nach diesen alten Heizkörpern, die allerdings über modernste Brenn- und Abgastechnik verfügen. Die Technik stellt hohe Anforderungen an den Berufsanfänger. «Grundvoraussetzungen für eine Lehre sind handwerkliche Begabung sowie Verständnis für physikalische, chemische und elektrotechnische Gesetzmäßigkeiten», erläutert Jens Günther Hilt, Ofenbaumeister in Delbrück südlich von Bielefeld. Gelernt werden Wärmelehre, Verbrennungstechnik, Anfertigen und Lesen von Konstruktionszeichnungen, technische Berechnungen aller Art und gute Kenntnis der entsprechenden gesetzlichen Vorschriften. Denn ehe ein Ofen Wärme spenden kann, kommen die Prüfer der Feuerpolizei. «Der interessante und individuelle Beruf ist stark handwerklich geprägt», hebt Göbel hervor. Die Tätigkeit war bis ins 20. Jahrhundert eng mit der Herstellung von Kacheln und Keramik verbunden, woran die alten Bezeichnungen Hafner (in Süddeutschland) und Töpfer erinnern. Das Ausmauern von Öfen mit Schamotte, dem klassischen hitzebeständigen Material aus speziell aufbereitetem Ton, ist eine der bis heute erhaltenen Methoden. «Da muss man schon die Kelle in die Hand nehmen», sagt Hilt. «Der Ofenbauer ist nicht nur Handwerker und Wärmefachmann, sondern auch Raumgestalter. Kachelöfen sind Unikate, die den räumlichen Gegebenheiten und den Vorstellungen des Kunden entsprechend entworfen und gebaut werden», unterstreicht Göbel. Elfriede Maier nennt folgenden Aspekt: «Der Handwerker muss individuell beraten und die Vorstellungen des Auftraggebers mit dem Machbaren in Einklang bringen, auch in Abstimmung mit dem Architekten und dem Schornsteinfeger, der den ordnungsgemäßen Abzug kontrolliert.» Die Auszubildenden lernen schnell auch die Vielfalt der Farben, Muster und Formen bei Ofenkacheln kennen. Sie hantieren mit Mörtel und bringen die Teile des technischen Innenlebens des Ofens in Position. Bei den Arbeiten stellen die so genannten Putzöfen eine Besonderheit dar: Es sind unterschiedlich geformte Heizkörper mit verputzter Oberfläche, die auch in Kombination mit Steinen oder Kacheln gebaut werden können und sich für ein elegant-rustikales Ambiente eignen. Die eingesessenen Ofenbauer suchen durchaus Nachwuchs, da sich Kachelöfen wieder einer Beliebtheit erfreuen, besonders in Süddeutschland. Auch wenn so ein gutes altes Stück unbenutzt in einer Wohnung steht, ist das noch kein Grund zum Entfernen. «Mit neuer Technik kann es wieder zum Heizkörper werden», sagt Maier. Denn die Fachleute kennen sich auch mit Umbauten bestens aus. «Derzeit gibt es mehr als 400 Lehrlinge in fast 350 Ausbildungsbetrieben», sagt Göbel. Die Lehrzeit dauert in der Regel drei Jahre und schließt mit der Prüfung zum Gesellen bei der zuständigen Handwerkskammer ab. Sie erfolgt in den jeweiligen Unternehmen und wird ergänzt durch eine überbetriebliche Ausbildung im Blockunterricht an der Berufsschule in Gelsenkirchen. Die Bezahlung ist regional unterschiedlich. In Bayern zum Beispiel erhält der Auszubildende im ersten Jahr 348 Euro und steigert sich dann über 430 Euro auf 537 Euro, erklärt Günther Reichenthaler von der Handwerkskammer für München und Oberbayern. «Der Junggeselle kann mit einem tariflichen Stundenlohn von 11,65 Euro rechnen.» In der Praxis, so ist aus den Betrieben zu erfahren, werden die Fachleute aber meist darüber bezahlt: «Hoch entwickelte Heizungstechnik liefert nur dann Wärme, wenn sie einwandfrei funktioniert», betont Maier.
Kaffeeexperte
Kaffee gehört zu den beliebtesten Getränken in Deutschland. Ohne den Muntermacher kann der Tag für viele gar nicht richtig beginnen. Entsprechend viele Jobs gibt es in der Kaffeebranche: Sie reichen vom Handel über das Marketing bis hin zum Barista, der in Coffeeshops das "braune Gold" kunstvoll zubereitet. "Der Handel mit Kaffee ist ein sehr hanseatisch-aufrichtiges Geschäft mit großer Tradition", sagt Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes in Hamburg. "Außerdem verfügt es auch in Krisenzeiten über eine große Beständigkeit und Sicherheit." Schließlich trinken die Bundesbürger im Schnitt rund 148 Liter Kaffee pro Jahr - Tendenz steigend. Das schafft jede Menge Jobs: "Bis zu 10 000 Arbeitsplätze sind mittel- oder unmittelbar mit dem Kaffeekonsum verbunden." Damit der Kaffee nach Deutschland gelangt, sind Fachkräfte im Rohkaffeehandel gefragt. "Diese Händler absolvieren meist eine Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann", erklärt Preibisch. Klassischerweise erfolge die Ausbildung in einem Kaffeeunternehmen oder bei einem Betrieb mit diesem Schwerpunkt. "Nach ihrem Abschluss arbeiten sie dann als Rohkaffeeimporteur und -makler", sagt Preibisch. Das bedeutet, dass Händler viele Bohnenproben geliefert bekommen und sie auf Qualität und Geschmack prüfen. "Die Händler eruieren dann, welche Rösterei welchen Kaffee braucht und vermitteln den entsprechenden Rohkaffee." Wer mehr mit betriebswirtschaftlichen Aspekten in einem Kaffeeunternehmens zu tun haben möchte, kann zum Beispiel an der privaten Northern Business School (NBS) in Hamburg das Studium "Coffeemanagement" absolvieren, das in Kooperation mit dem Deutschen Kaffeeverband angeboten wird. "Es ist ein Wochenendstudium, bei dem Studenten sieben Semester lang freitagabends und samstags Vorlesungen haben", erläutert Marc Petersen von der NBS. Dabei lernen sie viel "vom Weg der Kaffeebohne von der Plantage bis in die Tasse". Das Studium kostet 280 Euro im Monat. Eine weitere Möglichkeit ist, etwa nach einem BWL-Studium in die Marketingabteilung eines Kaffeeunternehmens zu gehen. "Dort ist man dann unter anderem für Markterschließung und Kundenbindung durch Werbekampagnen zuständig", erklärt Preibisch. In eine ganz andere Richtung können Biologen sowie Lebensmitteltechniker und -chemiker gehen. Sie prüfen in Unternehmen oder an Hochschulen die Qualität des Rohkaffees sowie des fertigen Produkts und untersuchen, ob der Kaffee frei von Pestiziden oder Fremdstoffen ist. Auch die Unternehmen, die Kaffee verarbeiten, bieten Ausbildungsplätze an. Tchibo beispielsweise bildet derzeit eigenen Angaben zufolge mehr als 130 Azubis aus. Dort lernen angehende Fachkräfte für Lebensmitteltechnik das richtige Lagern, Vorbehandeln und die Qualitätsprüfung von Lebensmitteln. Außerdem wird ihnen beigebracht, die computergesteuerten Produktionsanlagen zu bedienen und zu überwachen, die für das Herstellen von Kaffee wichtig sind. Laut der Bundesagentur für Arbeit sind diese Fachkräfte damit "Multitalente im Lebensmittelbereich". Lebensmitteltechniker sollten sich den Angaben zufolge nicht für Kaffee interessieren, sondern auch für das Bedienen technischer Geräte und Maschinen. Ihr Job ist es auch, Waren zu lagern und zu verpacken, Proben im Labor zu untersuchen sowie Geschmacks- und Geruchstests zu machen. Doch auch die Kunst des Zubereitens von Kaffee will gelernt sein. Barista heißen solche Kaffeekünstler, die ein großes Wissen über das Getränk haben und wissen, wie man ihn zubereitet, verziert und serviert. "Das ist kein geschützter Beruf, deswegen gibt es bundesweit viele verschiedene Schulen mit unterschiedlichen Zertifikaten", erklärt Stefanie Hoffmann, Leiterin der Berlin School of Coffee. An ihrer Schule können Interessenten beispielsweise innerhalb einer Woche die Grundlagen des Röstens, Milchaufschäumens sowie das richtige Bedienen von Kaffeemaschinen lernen. INFO-KASTEN: Flexibilität ist wichtig Kaffeefachleute müssen improvisieren können - egal, in welchem Bereich sie arbeiten. "Eine gewisse Flexibilität und Spontaneität sind in der Branche notwendig", sagt Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes. Immerhin sei Kaffee nicht immer sofort und auch nicht stets in derselben Qualität zu haben. "Das ist im Arbeitsalltag immer wieder eine neue Herausforderung, der man sich stellen und die man meistern muss." (dpa)
Kaffeefachkraft
Kaffee gehört zu den beliebtesten Getränken in Deutschland. Ohne den Muntermacher kann der Tag für viele gar nicht richtig beginnen. Entsprechend viele Jobs gibt es in der Kaffeebranche. Sie reichen vom Handel über das Marketing bis hin zum Barista, der in Coffeeshops das «braune Gold» kunstvoll zubereitet. «Der Handel mit Kaffee ist ein sehr hanseatisch-aufrichtiges Geschäft mit großer Tradition», sagt Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes in Hamburg. «Außerdem verfügt es auch in Krisenzeiten über eine große Beständigkeit und Sicherheit.» Schließlich trinken die Bundesbürger im Schnitt rund 148 Liter Kaffee pro Jahr - Tendenz steigend. Das schafft jede Menge Jobs: «Bis zu 10 000 Arbeitsplätze sind mittel- oder unmittelbar mit dem Kaffeekonsum verbunden.» Damit der Kaffee nach Deutschland gelangt, sind Fachkräfte im Rohkaffeehandel gefragt. «Diese Händler absolvieren meist eine Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann», erklärt Preibisch. Klassischerweise erfolge die Ausbildung in einem Kaffeeunternehmen oder bei einem Betrieb mit diesem Schwerpunkt. «Nach ihrem Abschluss arbeiten sie dann als Rohkaffeeimporteur und -makler», sagt Preibisch. Das bedeutet, dass Händler viele Bohnenproben geliefert bekommen und sie auf Qualität und Geschmack prüfen. «Die Händler eruieren dann, welche Rösterei welchen Kaffee braucht und vermitteln den entsprechenden Rohkaffee.» Wer mehr mit betriebswirtschaftlichen Aspekten in einem Kaffeeunternehmens zu tun haben möchte, kann zum Beispiel an der privaten Northern Business School (NBS) in Hamburg das Studium «Coffeemanagement» absolvieren, das in Kooperation mit dem Deutschen Kaffeeverband angeboten wird. «Es ist ein Wochenendstudium, bei dem Studenten sieben Semester lang freitagabends und samstags Vorlesungen haben», erläutert Marc Petersen von der NBS. Dabei lernen sie viel «vom Weg der Kaffeebohne von der Plantage bis in die Tasse». Das Studium kostet 280 Euro im Monat. Eine weitere Möglichkeit ist, etwa nach einem BWL-Studium in die Marketingabteilung eines Kaffeeunternehmens zu gehen. «Dort ist man dann unter anderem für Markterschließung und Kundenbindung durch Werbekampagnen zuständig», erklärt Preibisch. In eine ganz andere Richtung können Biologen sowie Lebensmitteltechniker und -chemiker gehen. Sie prüfen in Unternehmen oder an Hochschulen die Qualität des Rohkaffees sowie des fertigen Produkts und untersuchen, ob der Kaffee frei von Pestiziden oder Fremdstoffen ist. Auch die Unternehmen, die Kaffee verarbeiten, bieten Ausbildungsplätze an. Tchibo beispielsweise bildet derzeit eigenen Angaben zufolge mehr als 130 Azubis aus. Dort lernen angehende Fachkräfte für Lebensmitteltechnik das richtige Lagern, Vorbehandeln und die Qualitätsprüfung von Lebensmitteln. Außerdem wird ihnen beigebracht, die computergesteuerten Produktionsanlagen zu bedienen und zu überwachen, die für das Herstellen von Kaffee wichtig sind. Laut der Bundesagentur für Arbeit sind diese Fachkräfte damit «Multitalente im Lebensmittelbereich». Lebensmitteltechniker sollten sich den Angaben zufolge nicht für Kaffee interessieren, sondern auch für das Bedienen technischer Geräte und Maschinen. Ihr Job ist es auch, Waren zu lagern und zu verpacken, Proben im Labor zu untersuchen sowie Geschmacks- und Geruchstests zu machen. Doch auch die Kunst des Zubereitens von Kaffee will gelernt sein. Barista heißen solche Kaffeekünstler, die ein großes Wissen über das Getränk haben und wissen, wie man ihn zubereitet, verziert und serviert. «Das ist kein geschützter Beruf, deswegen gibt es bundesweit viele verschiedene Schulen mit unterschiedlichen Zertifikaten», erklärt Stefanie Hoffmann, Leiterin der Berlin School of Coffee. An ihrer Schule können Interessenten beispielsweise innerhalb einer Woche die Grundlagen des Röstens, Milchaufschäumens sowie das richtige Bedienen von Kaffeemaschinen lernen. Kaffeefachleute müssen improvisieren können - egal, in welchem Bereich sie arbeiten. «Eine gewisse Flexibilität und Spontaneität sind in der Branche notwendig», sagt Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes. Immerhin sei Kaffee nicht immer sofort und auch nicht stets in derselben Qualität zu haben. «Das ist im Arbeitsalltag immer wieder eine neue Herausforderung, der man sich stellen und die man meistern muss.»
Kälteanlagenbauer
Kühltruhen in Supermärkten sind im Vergleich zu den heimischen schon riesig, die Kühlhäuser der Läden regelrecht gigantisch. Fallen sie mal aus oder arbeiten nicht richtig, entsteht schnell ein Schaden von mehreren zehntausend Euro. Aber nicht nur in solchen Notfällen sind Mechatroniker für Kältetechnik, besser bekannt als Kälteanlagenbauer, gefragt. Sie installieren auch Klimaanlagen in Büroräumen oder sorgen für die richtige Temperatur in Gebäuden, in denen Computerserver arbeiten. «Man sollte schon technisches, aber auch handwerkliches Geschick für den Beruf mitbringen», sagt Jörg Peters aus dem thüringischen Niedersachswerfen. «Es ist ein High-Tech-Job, in dem auch Computerkenntnisse wichtig sind.» Der Geschäftsführer der Landesinnung Kälte-Klima-Technik Thüringen wünscht sich von Interessenten für die dreieinhalbjährige Ausbildung einen guten Schulabschluss: «Schön wäre es, wenn man einen Abschluss der 10. Klasse hat oder ein guter Hauptschüler war», sagt Peters, der auch die Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik in Niedersachswerfen leitet. «Vor allem die Teamfähigkeit soll nun gezielt in der Ausbildung angegangen werden», sagt Lothar Rütter vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) aus Bonn. Darüber hinaus sollen die jungen Menschen öfter mit elektronischen Medien arbeiten, die in diesem Job gebraucht werden. «Auch die fachlichen Inhalte werden nach der Reform auf dem neusten technischen Stand sein», meint Rütter. Zum einen sei die Orientierung an den Kundenwünschen immer wichtiger. Dem Entwurf der neuen Ausbildungsverordnung zufolge lernen die angehenden Mechatroniker aber vor allem das Installieren von elektrotechnischen Anlagen, beschäftigen sich mit Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik und montieren Anlagen und Systeme der Kälte- und Klimatechnik. Auch der Umweltschutz erhält mehr Gewicht. «Es ist ein Ausbildungsberuf mit gehobenen Ansprüchen», betont Helmut Vogeler, Leiter der Metalltechnikabteilung beim Bildungszentrum für Technik und Gestaltung im niedersächsischen Oldenburg. Fertigkeiten in Metall- und Elektrotechnik, aber auch das Verständnis für Schaltungssysteme seien unerlässlich. Eingesetzt werden die Mechatroniker vor allem in Supermärkten, Kühlhäusern oder Bürokomplexen - überall, wo Klimaanlagen einwandfrei funktionieren müssen. Azubis werden nach BIBB-Angaben meist tariflich bezahlt und bekommen im ersten Lehrjahr im Schnitt zwischen 311 und 490 Euro, abhängig vom Bundesland. Im vierten Ausbildungsjahr sind es dann zwischen 415 und 631 Euro. Die Chancen, in einem Betrieb unterzukommen, sind laut Vogler nach der Lehre sehr gut. Prinzipiell sei der Job sowohl für Männer als auch für Frauen geeignet - denn bei den teils tonnenschweren Anlagen kämen zumeist Kräne zum Einsatz, sagt der Thüringer Landesinnungschef Jörg Peters. Auszubildende fehlten überall. Auch Gesellen, Meister oder studierte Kältetechniker seien gefragt. «Im Kälteanlagenbau ist eigentlich keiner arbeitslos - und das weltweit.» (dpa/tmn)
Kameramann
Bei großen Blockbustern stehen sie oft in der dritten Reihe weit hinter Schauspielern und Regisseuren. Dabei geht bei Film und Fernsehen ohne Kameraleute gar nichts. Sie sind es, die dafür sorgen, dass der Zuschauer beeindruckt, schockiert oder berührt ist. «Die Bezeichnung des Kameramanns ist nicht eindeutig definiert und auch nicht sein Berufsfeld», sagt Matthias Haedecke, der seit Jahren beim ZDF so genannte Dokumentar-Spiele dreht, eine Mischung aus Dokumentation und Fernsehspiel. Die Bandbreite ist groß. «Zwischen Ballack und Ballhaus ist alles möglich», sagt der 44-Jährige. Die einen müssen sich nach einem Fußballspiel mit anderen Kameraleuten und Fotografen um die beste Perspektive prügeln, andere drehen wie der berühmte deutsche Kameramann Michael Ballhaus mit Volker Schlöndorff, Wolfgang Petersen oder Martin Scorsese. Eine Ausbildung ermöglichen Hochschulen wie die Filmakademie Baden Württemberg in Ludwigsburg. «Unsere Bewerber müssen das Abitur haben und ein einjähriges Praktikum etwa bei einer Produktionsfirma oder einem Fernsehsender vorweisen und auch einen Bewerbungsfilm einreichen», sagt Filmakademie-Sprecherin Fenja Schnizer. Die Studienplätze an der renommierten Hochschule sind allerdings rar und begehrt. «Von den Bewerbern laden wir dann einige zu dem einwöchigen Auswahlverfahren ein.» In dieser Zeit müssen die Kandidaten unter anderem einen Kurzfilm drehen. «Dann folgt noch eine mündliche Abschlussprüfung.» Neben den Hochschulen gibt es Berufsschulen und Fachakademien, die ebenfalls vor allem auf individuelle Auswahl setzen. Dazu gehört die Deutsche Film- und Fernsehakademie in Berlin (dffb), die ebenso wie die Ludwigsburger Filmakademie den Schwerpunkt auf die künstlerische und weniger auf handwerklich-mediengestalterische Eignung setzt. Einzig eine Aufnahmeprüfung entscheidet über die Zulassung zu dem Studium. Wer zu dem achttägigen Auswahlverfahren eingeladen werden will, muss für die Bewerbung eine ganze Reihe von Aufgaben erfüllen - beispielsweise ein Konzept für einen Dokumentarfilm erarbeiten. «Wie in den meisten kreativen Berufen gilt es auch für angehende Kameraleute, sehr früh Kontakte zu knüpfen und sich erste Kenntnisse schon durch Praktika anzueignen», sagt Sybille Steinfartz von der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung Zentrale Bühnen-, Fernseh- und Filmvermittlung (ZFB) in Köln. Das gilt auch für die Ausbildung zum Kameramann bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten. Der Hessische Rundfunk (HR) etwa bietet ein 18-monatiges Volontariat zum Kameraassistenten an, mit der Chance nach mehrjähriger Erfahrung Kameramann zu werden. «Die Bewerber müssen die mittlere Reife haben und eine abgeschlossene Ausbildung etwa als Fotograf oder Mediengestalter», erklärt Elke Kunze von der HR-Abteilung Aus- und Fortbildung in Frankfurt/Main. Zudem müssen die Interessenten Arbeitsproben einreichen und in einem Gespräch überzeugen. Während der Ausbildung beim HR durchlaufen die Volontäre alle möglichen Stationen: «Sie sind bei Studioaufzeichnungen dabei, mit Teams für die aktuelle Berichterstattung unterwegs und auch bei Dreharbeiten für Spielfilme wie den Tatort», erklärt Kunze. Filmakademie Baden-Württember: www.filmakademie.de
Kapitän
Der internationale Seeverkehr boomt. Deutsche Reeder, die hierbei in einer Spitzenposition stehen, suchen Kapitäne für ihre Schiffe. Doch der Weg auf die Brücke ist lang. Voraussetzung ist ein Realschulabschluss, die Fachhochschul- oder die Hochschulreife, sagt Alexandra Pohl, beim Deutschen Reederverband (DRV) in Hamburg für Ausbildungsfragen zuständig und selbst Kapitän. «Abiturienten haben derzeit sehr gute Chancen». Es gebe aber einen «Überhang an Bewerbern». Unterrichtet wird an Fachschulen, Fachhochschulen und an den Hochschulen Bremen und Wismar/Warnemünde. Mit Realschulabschluss dauert die Ausbildung zum Natischen Wachoffizier fünf Jahre, mit Fachhochschul- oder Hochschulreife vier Jahre. Als Voraussetzungen nennt Prof. Frank Ziemer von der Hochschule Wismar/Warnemünde Durchsetzungs- und Einfühlungsvermögen sowie Teamgeist. Die Seefahrt von heute hat mit romantischen Klischees nichts zu tun. Durch den schnellen Güterumschlag bleibt in den Häfen selten Zeit zum Sightseeing. «Schiffsoffizier ist ein hoch technisierter Beruf, der große Flexibilität verlangt», erklärt Pohl. Die allgemeine Bezeichnung für seemännisches Führungspersonal lautet Nautischer Schiffsoffizier. Mit der erfolgreichen schulischen Ausbildung wird das Befähigungszeugnis «Nautischer Wachoffizier» - zum Einsatz als Dritter und Zweiter Offizier an Bord - erworben. Er ist dafür verantwortlich, dass die Ladung richtig verstaut ist und schnell im Hafen gelöscht wird. Auch die Kontrolle über die Sicherheitseinrichtungen gehört zu seinen Aufgaben. Nach einer Seefahrtszeit von mindestens zwölf Monaten als Wachoffizier winkt das Befähigungszeugnis «Erster Offizier». Die weitere Praxis auf See bringt das begehrte Kapitänspatent. Es bedeutet aber nicht automatisch das Kommando über ein Schiff. «Die Reederei entscheidet über den Einsatz», erläutert Ziemer. Es sei üblich, dass Kapitäne in der Position des Ersten Offiziers fahren. Auf Schiffen unter deutscher Flagge sind mehr als 4400 Führungskräfte tätig. Dazu kommen noch einmal etwa 3000 Offiziere und Kapitäne auf deutschen Schiffen unter fremder Flagge. Ein Nautischer Wachoffizier kann mit einem Anfangsgehalt von gut 3000 Euro pro Monat rechnen. Etwa 20 Prozent mehr Heuer bekommt der Erste Offizier zum Einstieg. Der Tarif für Kapitäne beginnt bei knapp 5000 Euro. Laut Kapitän Pohl sind die Karrierechancen auch an Land sehr gut, beispielsweise in Reedereien. «In Schifffahrtsämtern und anderen Behörden finden Sie auch Männer, die früher auf der Brücke standen», ergänzt Karlheinz Follert, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Kapitäne und Schiffsoffiziere (VDKS) in Hamburg. Schließlich gibt es noch Kapitäne, die ständig an Land leben und dennoch regelmäßig auf Seeschiffen arbeiten, die Lotsen. «Für diesen Beruf ist die Ausbildung zum "Kapitän in der weltweiten Fahrt" Voraussetzung», sagt Hein Mehrkens, Vorsitzender der Bundeslotsenkammer in Hamburg. Auch dieser Beruf sucht Nachwuchs.
Kartograf
Bei der Suche nach dem Ziel hilft eine gute Karte. Ob Besucher in einer fremdem Stadt, Architekten bei der Planung, Autofahrer am Steuer oder Kapitäne auf der Brücke: Auf die Karte kommt es an - entweder auf Papier oder in elektronischer Form. Kartografen sorgen dafür, dass diese Unterlagen stets auf dem aktuellen Stand sind. Kartografen nutzen als Handwerkzeug den Computer. "Seit gut zehn Jahren werden fast alle Arbeiten digital erledigt", sagt Wolfgang Kolb. Er ist Chefkartograf beim führenden europäischen Kartenhersteller Mairdumont in Stuttgart. "Der zeichnerische Markt hat sich zum Geodatenmarkt entwickelt." Es gibt verschiedene Ausbildungswege. Da ist zum einen die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule in drei Jahren. Mindestens ein sehr guter Hauptschulabschluss gilt als Voraussetzung. "Es kommen bei Bewerbungen aber praktisch nur Realschüler und Abiturienten zum Zug", erklärt Reinhard Urbanke von der Deutschen Gesellschaft für Kartographie. Der Diplom-Ingenieur ist an der Johannes-Gutenberg-Schule in Stuttgart für die Theoriefächer in der Ausbildung angehender Kartografen zuständig. Anwärter auf diesen Beruf müssen nach seinen Angaben gute Noten in Deutsch, Mathematik, Geographie und Informatik vorweisen sowie grafisches Talent und technisches Verständnis. Doch entsprechende Lehrstellen lassen sich momentan nur schwer finden. "Beim Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) in Frankfurt beispielsweise werden 15 junge Menschen ausgebildet", sagt Werner Stoll, Ausbildungsleiter der Behörde. "Die Privatindustrie bildet kaum noch aus", klagt er - weil viele der klassischen kartografischen Arbeiten ins Ausland vergeben würden. Chancen auf dem heimischen Markt gibt es für höher Qualifizierte, also Ingenieure. Die meisten in Deutschland arbeitenden Kartografen können mindestens diese Ausbildung vorweisen. In der Privatwirtschaft beträgt das Anfangsgehalt dann etwa 2300 Euro monatlich, der Öffentliche Dienst zahlt nach seinem Tarif. An Fachhochschulen kann man nach frühestens vier Jahren zur Diplomprüfung antreten. Mit der Hochschulreife steht der Weg zum Uni-Studium offen. Die Technische Universität Dresden ist derzeit die einzige mit einem eigenständigen Studiengang Kartographie. An gut einem halben Dutzend anderen Hochschulen ist diese Disziplin ein Nebenfach bei Geographie oder Vermessungskunde (Geodäsie). Kartografen geben nach genau festgelegten Maßstäben die Welt im Miniformat wieder. "Bei diesen Arbeiten ist höchste Genauigkeit unumgänglich", betont Kolb. "Wir müssen exakt umsetzen, was Vermessungsingenieure sowie Luft- und Satellitenaufnahmen festgehalten haben", sagt Kirsten Bosche, freiberufliche Kartografin in Berlin. Mal lautet der Auftrag über einen Innenstadtplan im Verhältnis 1:10 000, auf dem alle Straßen und Gebäude im Detail erkennbar sein müssen. Oder eine topografische Karte ist gefragt, die Gebirge, Wüsten und Flüsse darstellt.
Informationen:
Deutsche Gesellschaft für Kartographie
Käsekontrolleur
In Molkereien werden Butter, Joghurt und Käse nicht mehr von Hand gemacht. Dort läuft heute fast alles maschinell. Damit das reibungslos klappt, sind Fachleute nötig, die ein Näschen für Käse und ein Händchen für Technik haben: die Milchtechnologen. Die Milch kommt aus dem Kühlschrank - und die Butter aus dem Supermarkt. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Damit die Naturmilch in der Molkerei landet, zu Butter oder Trinkmilch wird und schließlich im Supermarkt verkauft werden kann, werden Milchtechnologen benötigt. «Sie sind verantwortlich von der Anfuhr der Milch bis zum Zeitpunkt, wenn der Wagen kommt und das Stück Butter oder den Liter Milch abholt», erklärt Torsten Sach vom Zentralverband Deutscher Milchwirtschaftler (ZDM) in Berlin. Milchtechnologen arbeiten vor allem in Molkereien, Milchwerken und Käsereien, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) erläutert. Sie seien dort meist in Produktions- und Abfüllhallen tätig. Die Fachleute nehmen die Ware an, lagern sie und reinigen sie vor der Weiterverarbeitung. Sie müssten beurteilen können, ob die Rohmilch in Ordnung ist und die Keimzahlen stimmen, erläutert Sach. Während der Produktion prüfen sie, ob die Erzeugnisse einwandfrei sind. «Der Milchtechnologe holt sich ein Produkt, riecht daran, schmeckt daran.» Er braucht ein genaues Wissen darüber, wie die Molkerei funktioniert. Denn er muss die Produktion ständig überwachen, bis am Ende das fertige Produkt rauskommt, erklärt Martin Lambers vom Deutschen Bauernverband. Von welcher Seite kommt der Kakao, wann kommt die Sahne dazu? Auf diese Fragen muss der Milchtechnologe eine Antwort haben. Das gilt für Pudding, Trinkmilch, aber auch für Emmentaler-Käse. Teilweise muss er auch logistisches Verständnis haben, sagt Lambers. Denn nur dann landet die fertige Milch auch rechtzeitig im Supermarkt. Ein besonderer Schulabschluss ist nicht notwendig. Häufig werde jedoch Wert auf einen Realschulabschluss gelegt, hat Lambers beobachtet. Außerdem sei der Beruf sehr technisch. Das gilt heute mehr denn je: Seit dem 1. August ist eine neue Ausbildungsverordnung in Kraft, mit der auf den technologischen Wandel in der Milchindustrie reagiert werden soll. Lehrlinge müssen rechnen und maschinelle Abläufe verstehen können. Deswegen seien gute Noten in Physik, Chemie und Mathe von Vorteil, erklärt Sach. Außerdem müssen Milchtechnologen nach BA-Angaben verantwortungsbewusst und sorgfältig sein. Damit die Qualität der Milchprodukte stimmt, müssten Rezepturen und Temperaturen genau eingehalten werden. Außerdem seien Sicherheitsbestimmungen und Lebensmittelvorschriften beim Reinigen genau zu beachten. Gelernt wird drei Jahre lang in der Schule und im Betrieb. Teilweise kooperieren Unternehmen untereinander als Ausbildungsverbund. Das dient dazu, dass Azubis nicht nur lernen, wie Butter gemacht wird, sondern auch einmal in der Produktion von H-Milch, Desserts und Käse gearbeitet haben, erklärt Sach. Nach der Ausbildung kann ein Milchtechnologe in einer Fortbildung einen Molkereimeister machen und sich dann zum Molkereitechniker weiterbilden. Danach ist die oberste Karriereleiter noch nicht erreicht. Milchtechnologen können etwa an der Fachhochschule Hannover Milchwirtschaftliche Lebensmitteltechnologie studieren. Die Berufsaussichten sind Sach zufolge hervorragend. «Man hat so viel Praxiswissen, dass man kurzerhand genommen wird. Es gibt keinen Arbeitslosen in diesem Bereich.» Denn ein Milchtechnologe muss nicht zwingend in einer Molkerei arbeiten. Er kann in der gesamten Ernährungsindustrie unterkommen. Aktuell werden nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Bonn 150 bis 200 Facharbeiter gesucht. Dabei seien Milchwerke häufig mittelständische Betriebe, sagt Markus Bretschneider vom BIBB. Derzeit gibt es in Deutschland rund 7000 Fachkräfte in Molkereien bei insgesamt 37 000 Mitarbeiterin in der Milchwirtschaft. Auch im Ausland sind die Aussichten auf einen Arbeitsplatz nach Lambers Angaben gut. «Es ist kein Beruf, der in die Sackgasse geht.» Finanziell lohnt sich der Job ebenfalls. «Im Süden verdient man am besten», erklärt Sach. Dort gebe es viele Molkereien. Im Nordosten sind die Gehälter hingegen am geringsten. Der Stundenlohn schwankt zwischen 12,09 Euro und 15,34 Euro. In vielen Betrieben werde allerdings an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr in drei Schichten gearbeitet. Dementsprechend gibt es Zuschläge. Ein Milchtechnologe muss nicht nur ein gutes mathematisches Verständnis haben. Er muss auch den Markt beobachten und die Verbraucherwünsche kennen. Die Milchwirtschaft sei ein sehr dynamischer Markt, sagt Martin Lambers vom Deutschen Bauernverband. Ständig seien innovative Produkte gefragt, etwa Milch mit neuen Geschmacksrichtungen. Dann muss der Milchtechnologe zum Marktforscher werden und die passende Rezeptur für den Geschmack der Zeit finden. Informationen im Internet:
Kaufmann für Dialogmarketing
Bonn - Ein Anruf bei der Hotline eines Unternehmens kann sich als wahre Geduldsprobe herausstellen. Man wird weiter verbunden, muss sein Problem mehrmals schildern, nur um im schlimmsten Fall abermals in einer Warteschleife zu hängen. Schließlich landet der Anrufer bei einer Kollegin, die das Problem nicht lösen kann. Das darf und muss nicht sein, denn seit dem 1. August gibt es den neuen Ausbildungsberuf «Kauffrau/Kaufmann für Dialogmarketing». In drei Jahren soll den künftigen Kommunikations-Profis beigebracht werden, wie man möglichst kundenfreundlich und kompetent Problemlösungen anbietet, Hilfestellung leistet oder auch Produkte vermarktet. «Die Ausbildung zum Kaufmann für Dialogmarketing zielt vor allem auf den Einsatz in Call-Centern ab», sagt Ausbildungsexperte Martin Elsner vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn. Bislang seien die Mitarbeiter in solchen Einrichtungen lediglich von ihrem jeweiligen Arbeitgeber innerhalb kürzester Zeit geschult worden. Doch genau dieser Zustand soll nun geändert werden. Schließlich arbeite heute fast jedes größere Unternehmen mit einem Call-Center. Umso wichtiger sei die Kompetenz der Mitarbeiter, mit denen der Kunde direkten telefonischen Kontakt hat. In der Berufsschule werden den Azubis nun theoretische Hintergründe zu Arbeitsorganisation, Personalwirtschaft und Mitarbeiterführung, Vertrieb und Marketing sowie zu Controlling, Kosten- und Leistungsrechnung und IT vermittelt. Im praktischen Teil lernen sie die Kundenkommunikation, die Planung, Organisation und Auswertung von Kampagnen sowie Kundengewinnung und Angebotsgestaltung. Dass es die neu geschaffene Ausbildung gibt, wird auch beim Call Center Forum Deutschland (CCF) mit Sitz in Saalfeld (Thüringen) positiv aufgenommen. «Endlich gibt es diese Ausbildung, das war dringend nötig, denn wir haben einen riesigen Nachholbedarf», sagt CCF-Präsident Manfred Stockmann. Wichtigste Kriterien für den späteren Arbeitseinsatz in einem Call-Center sind nach Stockmanns Angaben Flexibilität, Belastbarkeit, Kommunikationsstärke, die Fähigkeit, gerne und viel zu reden sowie eine hohe Lernbereitschaft. «Es gibt nur wenige Berufe, bei denen man permanent so viel Neues lernt», sagt Stockmann. Heute sei die Arbeit weniger ein «Job», sondern eher ein «Beruf». Das klassische Bild vom «Durchlaufjob für Studenten» gebe es schon lange nicht mehr. «Die meisten der Azubis oder auch Mitarbeiter haben schon eine Ausbildung hinter sich.» Der 35 Jahre alte Jochen Wilhelm etwa ist gelernter Bürokaufmann und arbeitet im Call-Center eines Direktbanking-Unternehmens. «Wie die Jungfrau zum Kinde» sei er vor nunmehr acht Jahren zu diesem Beruf gekommen - ein Aufruf in einem Radiowerbespot habe ihn dazu gebracht. «Mir macht vor allem der tägliche Kontakt zu den Kunden großen Spaß», sagt Wilhelm. Das Aufgabengebiet sei vielfältig, man habe viele verschiedene Möglichkeiten der Kommunikation. «Ich möchte die Kunden nie nach Schema F beraten, sondern immer individuell auf die jeweiligen Fragen und Bedürfnisse eingehen.» Negative Erfahrungen wie etwa massive Beschwerden habe er bislang kaum machen müssen - und wenn, dann seien diese nach dem jeweiligen Gespräch sofort abgehakt. 25 Stunden pro Woche arbeitet Wilhelm und beantwortet pro Tag rund 70 Kundenanfragen. Den einzigen Nachteil, den er in seiner Arbeit sieht, sei der fehlende direkte Kontakt und damit die Möglichkeit zur besseren Einschätzung der direkten Reaktion seiner Gesprächspartner. Einen Nachteil bezüglich seiner Aus- und Weiterbildung durch seinen Arbeitgeber sieht er dagegen nicht. Vor seinem Start sei er gründlich geschult worden, und auch heute würden er und seine Kollegen alle paar Monate mehrere Tage lang weitergebildet. Rund 400 000 Mitarbeiter arbeiten nach Angaben des CCF bundesweit in 5600 Call-Centern. Das seien 1,2 Prozent aller Erwerbstätigen - die Mitarbeiter in so genannten Help Desks nicht mitgerechnet. Gleichwohl ist die Arbeit in einem Call-Center nach Manfred Stockmanns Einschätzung nicht die einzige Einsatzmöglichkeit künftiger Dialogmarketing-Experten: «Ein Dialogmarketing-Kaufmann kann auch im Marketing- oder Webdesignbereich, bei der Kampagnenvorbereitung, aber durchaus auch in der Personalführung eingesetzt werden.» Informationen: Call Center Forum Deutschland, Geschäftsstelle, Kelzstraße 21, 07318 Saalfeld (E-Mail: info@call-center-forum.de). www.bibb.de/de/20720.htm, www.call-center-forum.de (dpa/gms)
Kaufmann im Außenhandel
Kaufleute im Groß- und Außenhandel sind die Mittler zwischen Produzenten und Verkäufern. Sie lenken Warenströme in die gewünschten Bahnen und versorgen Einzelhändler vor Ort. Der Beruf ist in zwei Fachrichtungen unterteilt. Kaufleute im Großhandel arbeiten Einzelhändlern, Handwerkern, Gastronomen und der Industrie zu. Sie kaufen Waren in großen Mengen, lagern sie zwischen und beliefern die einzelnen Abnehmer. Im Bereich Außenhandel müssen sich die Kaufleute mit Außenwirtschafts- und Zollrechtsbestimmungen auskennen. Sie schließen internationale Kaufverträge ab, nehmen Devisenkalkulationen vor und stimmen sich weltweit mit Partnern ab. «Oft sitzen Außenhändler im Büro und kaufen und verkaufen Waren rund um den Globus», sagt Alexander Kolodzik vom Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels in Berlin. Der Groß- und Außenhandel beschäftigt bundesweit rund 1,2 Millionen Menschen. «Genauso wie den Welthandelskonzern mit ein paar 100 000 Stellen gibt es aber auch den kleinen Importeur mit 10 Mitarbeitern», sagt Burghard-Ulrich Körlin von der Industrie- und Handelskammer Frankfurt/Main. Auf welchem Gebiet sie aktiv werden möchten, entscheiden angehende Groß- und Außenhandelskaufleute schon zu Beginn ihrer dreijährigen Ausbildung. Die Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel gehört zu den zahlenmäßig stärksten - rund 15 000 Jugendliche starten in diesem Bereich alljährlich. Chancen auf einen Ausbildungsplatz haben vor allem Jugendliche mit gutem Realschulabschluss oder Abitur. «Die Ausbildung ist sehr anspruchsvoll», erklärt Hella Lüth vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin. «Nur rund sieben Prozent der angenommenen Bewerber steigen mit einem Hauptschulabschluss in die Ausbildung ein», ergänzt Kolodzik. Gute Noten seien vor allem in Deutsch, Mathe und in einer Fremdsprache vonnöten. Seit Mitte des Jahres 2006 gilt für den Beruf eine neue Ausbildungsordnung. Aktualisiert und erweitert wurde unter anderem der Bereich Logistik. «Da hatte sich einiges verändert in den vergangenen Jahren», erklärt Lüth. «Zum Beispiel hält der Großhandel seine Lager mittlerweile so klein wie nur möglich.» An Bedeutung gewonnen haben die Fremdsprachen. Auch die Kunden- und Dienstleistungsorientierung steht während der Ausbildung verstärkt im Mittelpunkt. Angehende Kaufleute im Groß- und Außenhandel müssen sich oft wenig Sorgen um ihre berufliche Zukunft machen: Die Übernahmequote bei den ausbildenden Unternehmen liege bei 60 bis 70 Prozent, sagt Kolodzik. «Die Globalisierung schreitet voran», betont auch Körlin. «Deshalb hat man mit diesem Beruf sehr, sehr gute Chancen.» Als Angestellte verdienen Kaufleute im Groß- und Außenhandel der Bundesagentur für Arbeit zufolge monatlich rund 1500 bis 1800 Euro brutto. Steigerungen sind möglich: «Der Groß- und Außenhandel setzt immer noch sehr stark auf den Nachwuchs aus der dualen Ausbildung und bietet ein großes Spektrum von Weiterbildungsmöglichkeiten an», erklärt Kolodzik. Informationen: Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), Am Weidendamm 1a, 10117 Berlin (Tel.: 030/59 00 99 50).
Keramiker
Eine einzigartige Vase töpfern oder einen individuell in den Wohnraum eingepassten Kamin kacheln: Handwerkliches Geschick und Kreativität sind im Beruf des Keramikers gefragt. Es gibt zwar nur wenige Ausbildungsplätze für diesen Beruf. Dennoch kann die Lehre eine interessante Nische sein. Die 25 Jahre alte Ausbildungsordnung wurde gerade entrümpelt und neu strukturiert. «Wir haben uns am Anfang etwas schwergetan, die Ausbildung überhaupt neu zu ordnen», erinnert sich Frank Czichos, bei der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) in Hannover zuständig für die Berufsausbildung. Die Frage sei gewesen, ob sich dies bei der geringen Zahl von Betrieben und Ausbildungsplätzen überhaupt lohnt. Im Jahr 2006 gab es bundesweit nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) in Bonn 182 Auszubildende. Anfang der 1990er Jahre waren es noch mehr als 500. Dennoch wurde die Ausbildungsordnung nun erneuert. Gewerkschafter Czichos sieht auch durchaus Chancen für junge Menschen in dieser Nische: «Wenn sich jemand für einen handwerklichen Beruf mit künstlerischer Tätigkeit interessiert, ist das durchaus interessant.» Karl Louis Lehmann, scheidender Vorsitzender des Bundesinnungsverbands der Töpfer und Keramiker aus dem sächsischen Neukirch, sieht zudem gute Aufstiegschancen für ausgebildete Keramiker: «Nach der handwerklichen Ausbildung stehen den Gesellen viele Wege offen.» So sei es nur eine von vielen Möglichkeiten, sich später selbstständig zu machen. Dazu ist im Keramiker-Handwerk der Meisterbrief inzwischen nicht mehr zwingende Voraussetzung. Aber auch in der Industrie könnten ausgebildete Keramiker später arbeiten, erklärt Lehmann. So sei es etwa möglich, nach der handwerklichen Ausbildung an einer Kunsthochschule die Kenntnisse auszuweiten oder an einer Fachhochschule ein ingenieurwissenschaftliches Studium anzuschließen. Bislang gab es im Keramiker-Handwerk die drei Fachrichtungen Baukeramiker, Dekoration und Scheibentöpferei. Dies entsprach in etwa den unterschiedlichen Arten von Keramik- und Töpfer-Betrieben. Während Baukeramiker zum Beispiel individuelle Kachelöfen oder Gartenfiguren herstellen, produzieren Scheibentöpfer Vasen, Teller oder Schalen. Der Dekorationskeramiker wiederum verziert die vom Baukeramiker oder Scheibentöpfer hergestellten Produkte, indem er diese bemalt, beklebt oder ein Muster einritzt. Diese bisherigen Fachrichtungen wurden abgeschafft. Dafür müssen sich die Keramiker-Azubis nun vor Beginn der Ausbildung für zwei Wahlqualifikationen entscheiden. «Man wollte dadurch flexibler werden und den Betrieben entgegenkommen», erklärt Jorg-Gunther Grundwald, Arbeitsbereichsleiter beim BiBB. Auch für die Auszubildenden bringe die neue Ausbildungsordnung mehr Flexibilität, sagt Frank Czichos: «Früher waren die Auszubildenden festgelegt auf eine Fachrichtung.» Nun können die Azubis grundsätzlich zwei beliebige Schwerpunkte miteinander kombinieren. Allerdings sind die neuen Wahlbereiche an die bisherigen Fachrichtungen angelehnt. In der Regel werden die Wahlqualifikationen durch die Ausrichtung des jeweiligen Ausbildungsbetriebs bestimmt. Tatsächlich gibt es immer weniger Betriebe im Keramiker-Handwerk. Zwar sind nach Angaben des scheidenden Bundesinnungsmeisters Lehmann noch 2700 Unternehmen im Keramik-Handwerk registriert. Bei den wenigsten handele es sich allerdings noch um Meisterbetriebe. Rund 350 sind es laut Lehmann derzeit. Im Jahr 2007 bildeten jedoch laut Zentralverband des Deutschen Handwerks nur noch 96 Betriebe auch aus. Und die Unternehmen würden immer kleiner, erklärt Lehmann: «Wenn jemand fünf Beschäftigte hat, ist das schon viel.» Das hängt auch mit der Veränderung der Produktion zusammen. Vieles sei inzwischen auf die Industrie verlagert: «Töpferei in großen Serien gibt es nicht mehr.» Handwerkliche Betriebe produzierten heute individuelle Produkte in einzelnen Nischen. Diese meist stark spezialisierten Betriebe könnten nun durch die neue Ausbildungsordnung entsprechend ihrer tatsächlichen Betriebstätigkeit ausbilden. Neben den neuen Wahlqualifikationen sieht die neue Ausbildungsordnung laut Lehmann auch zusätzliche Inhalte neben der eigentlichen fachlichen Ausbildung vor: «Der Wegfall des Meisterzwangs hat uns gezwungen, neue Wege zu gehen.» In der reformierten Ausbildung sollen die Lehrlinge daher nun auch Grundkenntnisse im Kaufmännischen und im Marketing lernen, die sie auf eine Selbständigkeit ohne Meisterbrief vorbereiten. Berufsbeschreibung Keramiker: www.bibb.de/de/31679.htm
Key Account Manager
Großkunden sind für Unternehmen wie der Dünger für Pflanzen: wichtig fürs Wachsen und Gedeihen. Deshalb müssen sie besonders gut betreut werden. Darum kümmern sich Key Account Manager (KAM) wie Stephan Rehlich. Er ist bei der Bosch Gruppe in München für einen Key Account, einen Schlüsselkunden, aus der Automobilbranche zuständig. Rehlich ist in ständigem Austausch mit seinem Kunden: «Wir sind mehrmals täglich in Kontakt miteinander.» Das ist wichtig, um die Beziehung zu pflegen und sich gegenseitig auf dem neuesten Stand zu halten. «Ich muss wissen, was der Kunde braucht.» Gleichzeitig vertritt der Key Account Manager aber auch die Interessen seines Arbeitgebers und muss seine Produkte verkaufen. Ein feines Gespür für Kundenbedürfnisse ist gefragt, ebenso Hartnäckigkeit und Verhandlungsgeschick. «In der Regel werden für die Betreuung von Großkunden mindestens drei bis vier Jahre Berufserfahrung gefordert», sagt Ulrich Langer von der Arbeitsagentur in Düsseldorf. «Die persönlichen Eigenschaften sind bei diesem Jobprofil von überragender Bedeutung.» Vor allem kommunikative Fähigkeiten sind sehr wichtig. Fremdsprachenkenntnisse sind in den meisten Positionen ebenfalls unverzichtbar. «Weil Deutschland Exportland ist, ist man oft mit internationalen Kunden im Kontakt» sagt Langer. Auch Geschäftsreisen gehören deshalb bei vielen Key Account Managern zum Job dazu. Fachlich kommen Key Account Manager aus unterschiedlichen Richtungen. Viele haben im Bereich der Wirtschaftswissenschaften oder Informationstechnologie studiert. In jedem Fall werden kaufmännische Kenntnisse verlangt. Der klassische Werdegang verläuft über Stationen als Vertriebs- oder Verkaufsmitarbeiter zum einfachen KAM, der meist noch mehrere Kunden betreut. Bosch-Mitarbeiter Stephan Rehlich ist studierter Elektrotechniker, außerdem hat er eine kaufmännische Zusatzausbildung und Vorlesungen in Psychologie besucht. Das und seine langjährige Erfahrung in Sales- und Marketingpositionen helfen ihm heute in kniffligen Verhandlungssituationen. Am schwierigsten sind die Verhandlungen im Konsumgüterbereich, sagen Kenner der Branche. «Vor allem die Discounter sind besonders harte Verhandlungspartner», erläutert der Business Coach und Buchautor Bernhard Bartsch aus München. In seiner Firma Co-Matrix trainiert er Key Account Manager und testet dabei auch ihre persönliche Eignung für den Job. «Sie müssen mit Machtspielen umgehen können, sonst werden sie in den Verhandlungen vom Kunden dominiert und gehen letzten Endes daran kaputt», sagt Bartsch. Immerhin liegt es am Verhandlungsgeschick eines Key Account Managers, ob die Produktpalette seiner Firma den Weg in die Regale einer großen Ladenkette schafft. Das Gehalt ist dementsprechend oft mit erfolgsabhängigen Boni verbunden. «Zwar sind die Gehälter derzeit rückläufig, mit 45 000 bis 50 000 Euro Anfangsgehalt können Key Account Manager aber rechnen», sagt Arbeitsmarktexperte Langer. (dpa/tmn)
Kfz-Mechatroniker
Früher schraubten junge Männer mit ölverschmierten Händen selbst an ihren Autos herum. Heute geht das nicht ohne Computerkenntnisse. Kfz-Mechatroniker verbringen deshalb mehr Zeit am PC als unter der Motorhaube. Beliebt ist der Ausbildungsberuf immer noch. «Ein Auto zu haben und selbst daran rumschrauben zu können, das hat schon was», sagt Birgit Behrens, Leiterin der Abteilung Berufsbildung beim Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in Bonn. «In den Autos steckt ganz viel moderne Technik, und dadurch ist das ein ganz moderner Ausbildungsberuf.» 68 000 Azubis gab es 2008 laut dem Statistischen Bundesamt. Den Kfz-Mechatroniker gibt es erst seit 2003. Bis dahin gab es noch den Kfz-Mechaniker, und die Azubis lernten fräsen, drehen und feilen - Aufgaben, die am modernen Auto kein Mensch mehr braucht. Stattdessen werden an den Autos heute Software-Updates vorgenommen, Diagnosegeräte ausgewertet und Herstellerinformationen aus dem Internet heruntergeladen. «Deutlich mehr als die Hälfte der Arbeit spielt sich am Computer ab», sagt Behrens. «Ölige Hände kriegt man ab und zu zwar immer noch, aber mit denen muss man dann an den PC.» Die Herstellerangaben aus dem Internet sind Grundlage für jede Arbeit am Auto. Genau an diesem Punkt fangen für viele Azubis aber schon die Probleme an, hat Thomas Dick-Freppon beobachtet. Er lehrt Fahrzeugtechnik an einer Berufsschule in Limburg. «Man muss in kurzer Zeit unglaublich viele Informationen sichten und entscheiden, was davon wichtig ist und was nicht.» Bei der Reparatur sind trotz aller Elektronik wieder die klassischen Fähigkeiten als Mechaniker gefragt. «Die Technik nimmt einem die Arbeit nicht ab. Man muss schon wissen, wie der Motor oder die Antriebswelle funktionieren», erklärt Behrens. Autos müssen aber längst nicht mehr nur fahren: Das Autoradio ist zum Soundsystem geworden, das Navi sorgt für die Orientierung, die Freisprecheinrichtung für komfortables Telefonieren. Hochkomplexe Systeme wie ABS, ESP und Airbags machen das Fahren sicherer. Dadurch stecken immer mehr Platinen und Computer in Fahrzeugen, über die Kfz-Mechatroniker den Überblick behalten müssen. Vorbei ist auch die Zeit, als der Mechaniker einfach wortlos an einem Auto herumschrauben konnte. «Der Kontakt zum Kunden spielt eine große Rolle. Viele Kunden wissen, welche Technik in ihrem Fahrzeug ist und wollen dann auch verstehen, was der Mechatroniker da an ihrem Wagen macht», sagt Behrens. «Es ist auf jeden Fall ein Dienstleistungsberuf», findet auch Berufsschullehrer Dick-Freppon. «Das bedeutet auch: Wenn ein Auto bis Feierabend nicht fertig ist, muss man mal ein bisschen länger arbeiten.» Die dreieinhalbjährige Ausbildung ist recht anspruchsvoll: «Einen sehr guten Hauptschulabschluss sollte man schon haben», sagt Behrens. Laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung verdienen Azubis in der Regel 412 bis 627 Euro im ersten Lehrjahr und 561 bis 782 Euro im vierten. Wer in der Werkstatt Karriere machen will, kann sich später zum Service-Techniker fortbilden. Die nächste Karrierestufe ist der Meister. Außerdem gibt es die Option, die Automobil-Service-Prüfung abzulegen und sich auf die Beratung zu spezialisieren. Infos zur Ausbildung: http://dpaq.de/Kfz-Mechatroniker
Kinderpfleger
Kinderpfleger arbeiten in Krippen, Kindertagesstätten und Horten. «Sie werden als Zweitkraft eingesetzt und unterstützen den Erzieher, der eine Gruppe leitet», erklärt Franz Huber, der stellvertretende Leiter der Städtischen Berufsfachschule für Kinderpflege in München. Die Ausbildung ist in den Bundesländern unterschiedlich geregelt, nicht in allen ist sie möglich. In Bayern etwa steht der zweijährige Bildungsgang Hauptschülern offen. Schwerpunkt des theoretischen Unterrichts sind Pädagogik und Psychologie. Neben Methodik und Didaktik, musisch-kreativer Gestaltung und Hauswirtschaft werden auch allgemein bildende Fächer unterrichtet. «Kinderpfleger müssen zwar nicht kochen. Aber sie sollen in der Lage sein, kleine Mahlzeiten zuzubereiten oder in Absprache mit Erziehern den wöchentlichen Speiseplan aufzustellen», sagt Huber. Neben der schulischen Ausbildung finden Blockpraktika und Praxistage statt. Dabei üben die angehenden Kinderpfleger bereits Beschäftigungen für Kinder auszuarbeiten und umzusetzen. Bestimmte Voraussetzungen, etwa ein Mindest-Notendurchschnitt von 2,5, berechtigen nach bestandener Abschlussprüfung zum Besuch einer Fachakademie, Fachoberschule oder einer Berufsoberschule. «Die Hälfte aller Abgänger arbeitet in dem Beruf», so Huber. «Viele qualifizieren sich jedoch weiter.» «Für die Arbeit in Tageseinrichtungen für Kinder und andere Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe gilt: je qualifizierter, desto besser», sagt Monika Seemann-Pfistner. Dies zeigten auch die Diskussionen um die PISA-Studien, so die Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft katholischer Ausbildungsstätten für Erzieherinnen/Erzieher in Freiburg. «Wenn junge Menschen im Rahmen der Ausbildung ihre Allgemeinbildung erweitern, kann sie ein "Sprungbrett" in weiterqualifizierende sozialpädagogische Ausbildungen sein.» In den Bundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein wird statt einer Ausbildung zum Kinderpfleger die Ausbildung zum «Sozialpädagogische Assistenten» angeboten. Zugangsvoraussetzung für die zweijährige schulische Ausbildung ist die Mittlere Reife. «Die Tätigkeit der Sozialpädagogischen Assistenten lässt sich in drei Begriffen zusammen fassen: Betreuung, Bildung, Erziehung», erklärt Marina Entlinger, Abteilungsleiterin an der Staatlichen Schule Sozialpädagogik Harburg. Damit unterscheide sich die Arbeit nicht wesentlich von der Kinderpflege. «Die Sozialpädagogischen Assistenten lernen von A bis Z alles, was es in einer klassischen Kindertageseinrichtung zu tun gibt. Sie sollen Kinder sinnvoll beschäftigen und fördern können.» «Wir unterscheiden nicht zwischen Erst- und Zweitkraft», sagt Monika Tegtmeier von der Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten, dem größten Träger für Tagesbetreuungseinrichtungen in der Hansestadt. «Alle Erziehungskräfte haben bei uns einen einheitlichen Aufgabenbereich». Die Anforderungen seien groß. «Die Sozialpädagogischen Assistenten müssen den Entwicklungsstand der Kinder einschätzen können», sagt die Leiterin der Abteilung Aus- und Fortbildung. Wichtig sei Dialogfähigkeit: «Sie müssen zu Kindern stabile Bindungen aufbauen können. Die Kräfte brauchen außerdem Organisationstalent und die Fähigkeit, Strukturen im Tagesablauf setzen zu können», erläutert Tegtmeier. Durch Fortbildung und ständigen Austausch mit erfahrenen Kollegen im Team wüchsen Berufsanfänger allmählich in diesen Aufgabenbereich hinein. «Wir empfehlen aber eine Weiterbildung zum Erzieher.» Ihrer Einschätzung nach bietet der Beruf langfristig Chancen. Darauf weise der geplante Ausbau der Kinderbetreuung hin. In anderen Bundesländern wurde die berufliche Erstausbildung zum Kinderpfleger durch die zum «Sozialassistenten» ersetzt. In Sachsen etwa werden Bewerber für die Kinderpflege-Ausbildung zum letzten Mal bis zum Herbst 2005 angenommen. «Während diese Ausbildung nur auf das Kleinkind ausgerichtet ist, umfasst die Ausbildung zum "Staatlich geprüften Sozialassistenten" auch die Bereiche Alten- und Familienpflege sowie die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen», erklärt Dirk Reelfs, Sprecher des Kultusministeriums in Dresden. Aufgrund des breiteren Profils sei dieser Bildungsgang zukunftsträchtiger. Für Kinderpfleger und Sozialpädagogische Assistenten, die im Öffentlichen Dienst beschäftigt sind, gilt der gleiche Tarifvertrag. So erhält eine 21-jährige, ledige Berufsanfängerin rund 1650 Euro brutto. Informationen: Die verschiedenen Ausbildungsgänge und -stätten können in der Datenbank «Kurs» der Bundesagentur für Arbeit unter www.arbeitsagentur.de abgefragt werden.
Koch
In Deutschland sind einige ihrer Zunft mittlerweile zu Stars geworden: Köche wie Tim Mälzer begeistern im Fernsehen mit ihren Kochshows. Doch was auf der Mattscheibe so einfach aussieht, sollte nicht unterschätzt werden. "Kochen ist Knochenarbeit", sagt Albert Bouley, mehrfach ausgezeichneter Koch und Besitzer des Hotel-Restaurants "Waldhorn" im oberschwäbischen Ravensburg. Vor allem die langen Arbeitszeiten und die Nachtarbeit schlauchten, und das lange Stehen auf Steinböden gehe ins Kreuz. Bouley rät jungen Leuten, die eine Ausbildung zum Koch ins Auge fassen, zu einem mehrwöchigen Praktikum. So könnten sie in den Küchenalltag hineinschnuppern. Wer sich für eine Ausbildung entscheidet, sollte nach Angaben der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bremerhaven mindestens einen Hauptschlussabschluss haben. Wichtig sind auch gute Kenntnisse in Mathe und Deutsch, schließlich muss jeder Koch irgendwann Rechnungen stellen oder eine Menü-Karte schreiben. Die dreijährige Ausbildung ist in Hotels, Restaurants oder in der so genannten Gemeinschaftsverpflegung möglich, unter die Kantinen in Krankenhäusern, Unternehmen oder Altenheimen fallen. Dabei ist es nach Angaben des Ausbildungsbeauftragten des Verbands der Köche in Deutschland (VKD), Michael Schmidt, in der Regel egal, ob jemand in einer Großküche oder in einem kleinen Landgasthof gelernt hat. "Beides hat Vor- und Nachteile", sagt Schmidt. So hätten die Ausbilder in einem kleinen Haus oft eher Zeit für die Betreuung des Lehrlings, allerdings gebe es in einer Großküche eventuell mehr Azubis und daher einen ausgefeilteren Ausbildungsplan. Für den späteren Einsatzort legen sich die Auszubildenden mit ihrem Lehrbetrieb nicht fest: "Auch wer in einer Großküche gelernt hat, kann hinterher in einem renommierten und ausgezeichneten Restaurant arbeiten", sagt Schmidt. Im ersten Jahr lernen die angehenden Köche erste Gastgebertugenden und wie man sinnvoll Arbeitsschritte plant. Daneben gibt es Unterricht in Lebensmittelkunde und im richtigen Umgang mit Töpfen und Pfannen. Auch Grundkenntnisse im "Küchenfranzösisch" werden vermittelt. "Etliche Fachbegriffe sind französisch", sagt Schmidt. Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr geht es um das "Kochen in all seinen Varianten" - vom Zubereiten von Marinaden und Füllungen bis zum Anrichten von Desserts und Süßspeisen. Die Fluktuation bei den Koch-Azubis ist - gerade wegen der unterschätzten körperlichen Anstrengung - relativ hoch. Nach Ende der dreijährigen Ausbildungszeit ist nur noch etwa die Hälfte dabei, wie Schmidt betont, dem ein Landgasthof in Naumburg/Saale gehört. Auch Bouley berichtet von Azubis, die nach einem Vierteljahr gesagt hätten, dass ihnen die Arbeit zu anstrengend sei. Vor allem Frauen scheinen die Arbeitszeiten und die körperliche Belastung abzuschrecken. Sind noch etwa ein Drittel bis die Hälfte der Lehrlinge weiblich, so sind unter den ausgelernten, langjährigen Köchen nur noch etwa sechs bis zehn Prozent Frauen, schätzt die Hotelfachfrau und Journalistin Aina Keller aus Hamburg. Gerade für junge Frauen, die eine Familie gründen wollen, sei der Beruf nicht leicht auszuführen. Teilzeitstellen gebe es kaum. Wer sich davon nicht abhalten lässt, den erwartet ein kreativer und abwechslungsreicher Beruf mit guten Karrierechancen. "Kochen ist ein sehr vielfältiger Beruf", sagt Schmidt. Kein Tag in der Küche werde langweilig, weil immer andere Speisen zubereitet werden müssen und etwa neue Saucen, Marinaden oder Rezepte kreiert werden können. Gerade aus diesem Grund lieben viele Köche trotz des Knochenjobs ihren Beruf. "Ich würde nie etwas anderes machen wollen, trotz der Kompromisse, die man eingehen muss", sagt Schmidt. Auch Bouley hat seine Berufswahl nie bereut: Er werde bald 60 Jahre und sei immer noch mit Leib und Seele Koch. Um eine Anstellung müssen sich die Jungköche nach Abschluss ihrer Ausbildung keine Sorgen machen. "Arbeit finden gute Köche überall", sagt Keller. Auch im Ausland seien die deutschen Köche sehr gefragt. Auslandsstationen seien nicht nur eine persönlich bereichernde Erfahrung, sondern laut Keller "fast schon ein Muss" für die Karriere. Ein häufiger Wechsel des Arbeitgebers jährlich oder auch alle neun Monate sei sogar förderlich: "So ein Lebenslauf ist eher ein Qualitätsmerkmal", sagt Keller.
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Konditor
Zuckerbäcker wurden Konditoren früher genannt. Mit Torten, Kuchen, Gebäck, Pralinen und Eis haben sie täglich zu tun. Die Anforderungen an die Auszubildenden sind vielfältig. Was für einen guten Teig gelte, sei auch für den Konditorenberuf nicht verkehrt, sagt Michael Peschke, Geschäftsführer des Deutschen Konditorenbundes in Mönchengladbach: «Auf die richtige Mischung kommt es an.» Zwei geschickte Hände braucht es, dazu einen gut entwickelten Geruchs-, Geschmacks- und Farbsinn. «Einem Konditor dürfen zudem weder das hohe Arbeitstempo noch die Temperaturschwankungen im Kühlraum oder am Ofen etwas anhaben», sagt Peschke. Geschicklichkeit im Zeichnen und Fantasie beim Verzieren der süßen Erzeugnisse gehören ebenfalls zur Arbeit. «Formell brauchen die angehenden Auszubildenden mindestens einen Hauptschulabschluss», sagt Lothar Rütter vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn. Besonders gut gehende Konditoreien nehmen auch gern Abiturienten, sagt er. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist gut. Nach Erhebungen der Bundesagentur für Arbeit gibt es für Konditoren mehr Arbeitsplätze als Bewerber. «Von den Gesellen finden rund 95 Prozent einen Job - fast die Hälfte wird gleich von ihrem Ausbildungsunternehmen übernommen», sagt Peschke. Der Konditor gehört noch immer zu den Handwerken mit Meisterzwang - wer sein eigenes Café eröffnen will, muss den Meisterbrief haben. Doch das eigene Geschäft ist nicht die einzige Perspektive für Konditoren. Sie können sich in Betrieben hocharbeiten oder selbst den Nachwuchs ausbilden. Sie können in der Back- und Süßwarenindustrie beschäftigt sein oder an anderer Stelle praktisch arbeiten: «Überall in der Welt - in Spitzenhotels oder auf Kreuzfahrtschiffen - sind deutsche Konditoren als Spezialisten gefragt», sagt Peschke. Diese Erfahrungen hat auch Konditormeister Volker Schadeberg aus Bruchköbel bei Hanau gemacht: «Ich war als Konditor zehn Jahre lang in Europa auf Wanderschaft - speziell da, wo Pralinen gemacht wurden», erzählt er. Seine Vorliebe für die süßen Spezialitäten hat Schadeberg zu seinem Beruf gemacht - in seinem «Schokolädchen» verkauft er inzwischen nur noch süße Eigenkreationen. Mehr als ein Jahrhundert haben die Schadebergs in Bruchköbel für Brot und Brötchen gesorgt - die Zeiten sind vorbei. Nicht nur die Fertigung von Pralinen kann ein Spezialgebiet sein, das Konditoren nach der Ausbildung verfolgen. Auch Torten und Kuchen, kleines Gebäck oder süße Nachspeisen brauchen kreative Verarbeitung. «Alles, was aus Teigen hergestellt werden kann, ist das Handwerk der Konditoren», sagt Rütter. Dazu gehöre auch der Bereich der Coffeeshops, die auch das verschiedenste Gebäck anbieten. Die Auszubildenden verdienen zwischen 210 und 350 Euro im ersten, rund 250 bis 400 Euro im zweiten und zwischen 280 und 500 Euro im dritten Lehrjahr. Für das Jahr 2005 verzeichnete die Statistik rund 4700 Azubis, etwa 60 Prozent davon Frauen. Informationen zum kreativen Beruf der Konditoren: www.konditoren.de (dpa/tmn)
Kosmetiker
Schminken und Wimpern färben ist nur das eine - wenn Kundinnen ins Kosmetikstudio zu Jasmin Sailer kommen, wollen sie vor allem verwöhnt werden. Die 18-Jährige macht in Tübingen eine Ausbildung zur Kosmetikerin. Für viele junge Frauen ist das ein Traumjob. Dabei hat der Beruf wenig mit Glanz und Glamour zu tun. Kosmetiker müssen vor allem gute Dienstleister sein. "Man darf keine Berührungsängste haben. Pickel ausdrücken gehört eben auch zum Job", sagt Jasmin Sailer. "Und man muss immer relaxt und höflich bleiben - auch wenn Kundinnen mal zickig sind." Die 18-Jährige macht ihre Ausbildung in einem Friseursalon, zu dem auch ein Kosmetik-Studio gehört. Ihr gefällt vor allem der direkte Kontakt zu den Kunden. Während der Behandlung ist viel Zeit zum Reden, und ein bisschen Seelsorge ist bei jeder Gesichtsmaske inklusive. Lehre oder Kosmetik-Schule? Ein Ausbildungsweg ist eine dreijährige Lehre im Betrieb, kombiniert mit der Berufsschule. Die längere Tradition haben aber Kosmetikfachschulen. "Jüngere Mädchen, die gleich nach dem Schulabschluss Kosmetikerin werden wollen, tendieren in der Regel zur Ausbildung in einem Betrieb", sagt Monika Ferdinand vom Bundesverband Deutscher Kosmetikerinnen in Bexbach (Saarland). Vor allem Geld spiele dabei eine Rolle, denn private Berufsfachschulen kosten mehrere hundert Euro im Monat. Lehrlinge bekommen hingegen von Anfang an eine Ausbildungsvergütung. Als Richtwerte hierfür gibt das Bundesinstitut für Berufsbildung zwischen 214 und 359 Euro im ersten und 341 bis 542 Euro im dritten Lehrjahr an. Allerdings ist eine Ausbildungsstelle gar nicht so leicht finden, hat Verbandschefin Ferdinand beobachtet. Die meisten Kosmetikerinnen arbeiten in ihrem eigenen Ein-Frau-Betrieb - da ist für Lehrlinge oft kein Platz. Bafög in der Fachschule An den Kosmetikfachschulen dauert die Ausbildung meist zwei Jahre. Das erste Jahr besteht aus Unterricht in der Schule, im zweiten Jahr machen die Schülerinnen dann ein langes Praktikum. "Wir haben Fachlehrer, die alle Inhalte des Berufs vermitteln können", sagt Sevgi Schäfer vom Zentralverband Deutscher Kosmetikfachschulen im nordbadischen Bruchsal. Die Ausbildungsinhalte sind bei der dualen Ausbildung und an den Fachschulen ähnlich: Die Nachwuchskräfte lernen, wie man Hautprobleme erkennt und behandelt, Füße und Hände pflegt, typgerecht schminkt oder störende Körperbehaarung entfernt. Kosmetikerinnen sind keine Prinzessinnen Bewerberinnen sollten einen Realschulabschluss oder einen guten Hauptschulabschluss haben. "Aber man braucht vor allem Soft Skills wie gute Umgangsformen und Zuverlässigkeit", sagt Schäfer. Zwischen 1622 und 2066 Euro können angestellte Kosmetikerinnen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit verdienen. Die meisten machen sich selbstständig. Außerdem entstehen im Moment neue Berufsfelder für gelernte Kosmetikerinnen. Die Branche boomt, und gerade im Wellness-Sektor suchen Schönheitsfarmen, Kur- und Rehabilitationseinrichtungen nach qualifiziertem Personal. Auch Parfümerien und Hautarztpraxen stellen Kosmetikerinnen ein. (dpa)
Kunsthistoriker
Sie konzipiert Ausstellungen über Künstler wie Yves Klein oder James Ensor und bereist auf der Suche nach den richtigen Exponaten die ganze Welt. Die Kunsthistorikerin Ingrid Pfeiffer hat geschafft, wovon viele Kunstliebhaber träumen: Sie ist Kuratorin für die Schirn Kunsthalle in Frankfurt am Main. "Meist arbeite ich parallel an zwei bis drei großen Ausstellungen", berichtet die 39-Jährige. Der Weg zu diesem heiß begehrten Job war auch für Ingrid Pfeiffer nicht immer leicht, denn die Arbeitsmarktlage für Kunsthistoriker ist nicht rosig. Doch wer sich bei der Stellensuche nicht zu sehr auf die klassischen Berufsfelder versteift, hat als Kunsthistoriker auch in anderen Bereichen Chancen. Die Aufgabe von Kunsthistorikern ist es in der Regel, Werke zu erhalten, zu pflegen und zu sammeln sowie wissenschaftliche Untersuchungen und Quellenstudien durchzuführen. "Die meisten Berufe sind von öffentlichen Mitteln abhängig. Deshalb hat sich die Situation in Zeiten knapper Kassen verschärft", sagt Marcello Gaeta vom Verband Deutscher Kunsthistoriker in Bonn. Kunsthistoriker seien aber meist sehr breit ausgebildet. "Der Arbeitsmarkt für Kunsthistoriker ist nicht so begrenzt wie viele annehmen", sagt Verena Voigt aus Rosendahl (Nordrhein-Westfalen), Leiterin des Praxisforums Kulturwirtschaft. Museumsarbeit, Denkmalpflege und die Tätigkeit an Hochschulen sowie Forschungseinrichtungen sind mögliche Arbeitsfelder. Jobs für Kunsthistoriker gibt es aber auch in Verlagen, Kunsthandlungen, in Galerien und Auktionshäusern sowie bei der Kunstversicherung, der Kunstvermittlung und in der Tourismusbranche. Für die erfolgreiche Jobsuche kann nach Ansicht Voigts vor allem eines entscheidend sein: "Kunsthistoriker müssen ihre Berührungsängste gegenüber Kunstkommerz abbauen, denn Kunst ist auch eine Handelsware." Voraussetzung für die Arbeit als Kunsthistoriker ist der Abschluss eines Universitätsstudiums. Die Kunst des 19. Jahrhunderts, die Geschichte der Fotografie oder die Gartenkunst vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart sind nur wenige Beispiele für mögliche Inhalte der Seminare und Vorlesungen. Selbst malen müssen Kunsthistoriker allerdings nicht. Für den Berufseinstieg ist meist ein Volontariat nötig. Da die Konkurrenz um eine Stelle sehr groß ist - für einen Volontariatsplatz in der Schirn Kunsthalle etwa gibt es in der Regel mehr als 100 Bewerber - entscheiden sich viele Absolventen für eine Doktorarbeit, um ihre Chancen zu verbessern. Die Kunsthistorikerin Nicole Fassbender hat nach Abschluss ihres Studiums deutschlandweit rund 80 Bewerbungen geschrieben - trotz guter Noten vergeblich. "Mein Studium war sehr auf Theorie ausgelegt. Was man damit machen kann, wurde nicht gezeigt", kritisiert die 28-Jährige. Sie recherchierte selbst und stellte fest, dass es für Kunsthistoriker viel mehr Arbeitsfelder gibt, als sie erwartet hatte. So bewarb sie sich bei einem Kölner Auktionshaus und ergatterte ein einjähriges Volontariat. "Es ist unglaublich faszinierend, Originalkunstwerke in den Händen zu halten", berichtet sie. Manches Mal muss sie Detektivarbeit leisten, untersucht ein Werk mit der Lupe, um Alter und Wert zu schätzen und es richtig beschreiben zu können. Auch gehört es zu ihrem Job, ausländische Kunden zu betreuen, wenn die bei Versteigerungen per Telefon Angebote abgeben. "Ein Kunsthistoriker braucht viel Leidenschaft für die Kunst, aber auch viele Zusatzqualifikationen", sagt Fassbender, die nebenbei auch als Stadtführerin arbeitet. Von Vorteil für Kunsthistoriker sind nach Angaben der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) in Bonn Mehrsprachigkeit - vor allem Englisch, Französisch und Italienisch sind nützlich - , Auslandserfahrung, betriebswirtschaftliches Wissen sowie Marketing- und Computerkenntnisse. Auch Praktika sollten frühzeitig absolviert werden. "Kontakte sind bei der Jobsuche sehr wichtig, denn die Kunstszene kennt sich", rät Fassbender. Nach der Erfahrung Pfeiffers können auch Initiativbewerbungen sehr hilfreich sein. Doch fest steht: Für Kunsthistoriker gibt es immer weniger feste Stellen, verstärkt werden Projektverträge oder freie Mitarbeit angeboten. Das eröffnet nach Ansicht von Ingrid Pfeiffer aber auch Chancen: "So kann man sich auf dem Weg zur Festanstellung erst einmal einen Namen machen." Internet: www.kunsthistoriker.org www.kunstgeschichte-online.com www.portalkunstgeschichte.de www.praxisforum-kulturwirtschaft.de.
Kunststofftechniker
Kunststoffe beherrschen das tägliche Leben, und ihre Bedeutung wächst weiter. Keine Branche kommt mehr ohne sie aus. Verständlich, dass die Industrie Nachwuchs sucht und selbst ausbildet. Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik nennen sich die Fachkräfte, die diese Berufsbezeichnung nach drei Jahren Ausbildung in Betrieb und Schule sowie nach bestandener Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) tragen dürfen. "Die Berufsaussichten sind hervorragend", sagt Ralf Olsen. "Diese Industrie wächst, denn zunehmend mehr Produkte werden aus Kunststoff hergestellt. Dafür sind qualifizierte Kräfte notwendig und werden gesucht", erklärt der Geschäftsführer des Bereichs Aus- und Weiterbildung im Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) in Bad Homburg Für eine Lehrstelle sollten Bewerber einen qualifizierten Hauptschulabschluss, besser noch ein gutes Realschulzeugnis haben. Bei der Einstellung sehen Personalchefs besonders auf die Noten Mathematik und Physik und erwarten technisches Verständnis. Chemiekenntnisse brauchen die Azubis für den Unterricht in Kunststoffkunde. Das Beherrschen der deutschen Sprache ist notwendig, denn Verfahrensmechaniker müssen selbstständig Berichte abfassen. Englischkenntnisse gewinnen an Bedeutung: "Sie sind noch nicht verpflichtend, aber immer mehr Produkte haben englische Beipackzettel, und die müssen verstanden werden", erläutert Olsen. Das Berufsbild des Verfahrensmechanikers für Kunststoff- und Kautschuktechnik löste 1997 das des Kunststoff-Formgebers ab. Nach Olsens Angaben machen derzeit mehr als 7000 junge Menschen eine Ausbildung. Allein in 2008 wurden mehr als 2700 Ausbildungsverträge abgeschlossen. Nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze konnten mit qualifizierten Bewerbern besetzt werden. Als erfreulich bezeichnet der GKV-Manager, dass der Frauenanteil unter den Azubis auf 16 Prozent gestiegen ist. Der Beruf sei gerade für Frauen geeignet, die eine technische Tätigkeit anstreben. "Unsere Verfahrensmechaniker brauchen keine Muskelkraft, sondern Grips." Die zehn besten Absolventen der Ausbildung zum Verfahrensmechaniker werden jedes Jahr mit dem Förderpreis des GKV ausgezeichnet. Die Bedeutung dieses Industriezweigs lässt sich an Zahlen erkennen: Fast 13 Millionen Tonnen Kunststoffe werden jährlich von etwa 295 000 Beschäftigten in mehr als 2800 vorwiegend mittelständischen Betrieben verarbeitet. Ein Drittel wird für Verpackungen benötigt, 25 Prozent braucht die Bauindustrie. Fahrzeugbau, Elektroindustrie, Möbelproduktion, Landwirtschaft und Medizin - überall werden die Materialien eingesetzt. Die Ausbildungsvergütung ist von den jeweiligen Tarifbestimmungen abhängig. In Hessen beispielsweise erhalten Azubis etwa 600 Euro im ersten Jahr, etwa 650 Euro im zweiten und etwa 700 Euro im dritten Jahr. Viele Firmen zahlen außerdem Sozial- und Vermögensleistungen. Einen besonderen Start in die Kunststofftechnik hat im Herbst 2009 erstmals die Hochschule Zittau/Görlitz im Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien angeboten: Die Absolventen haben nach vier Jahren sowohl ihren Facharbeiterbrief als Verfahrensmechaniker als auch den Bachelor of Engineering in der Tasche. "Es ist eine anspruchsvolle Ausbildung", sagt der für dieses Projekt zuständige Dieter Patting in Görlitz, der für diese Projekte zuständig ist. Voraussetzungen sind Abitur oder Fachhochschulreife. "Nach einem Semester Vollzeit an der Hochschule folgen vier Semester in Teilzeit, in denen eine berufspraktische Ausbildung in Betrieben zu absolvieren ist. Dieser Teil schließt mit der Prüfung vor der IHK ab." Für den Bachelor seien noch drei Hochschulsemester notwendig. Dieses Ausbildungsmodell soll zunächst bis 2015 angeboten werden. Unberührt von dieser Kombination bleibt die traditionelle Laufbahn: Für Gesellen ist mit einer zweijährigen Fortbildung die Qualifikation zum Kunststofftechniker möglich. Nach entsprechender Berufspraxis kann außerdem die Meisterschule besucht werden. Informationen: GKV, Kaiser-Friedrich-Promenade 43, 61348 Bad Homburg (Tel.:06172/92 66 61, E-Mail: info@gkv). (dpa)
Kunststoffverarbeiter
Kunststoffverarbeiter werden sie der Einfachheit halber genannt. Die offizielle Berufsbezeichnung ist deutlich schwieriger: Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik. Die Ausbildung dazu dauert drei Jahre. Eine Bewerbung lohnt sich in jedem Fall: In kaum einem anderen Beruf ist das Verhältnis zwischen der Zahl der Ausbildungsplätze und der der Bewerber günstiger, hat die Bundesagentur für Arbeit ermittelt. In den vergangenen Jahren sind nach Angaben des Gesamtverbandes Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) in Frankfurt/Main sogar viele Ausbildungsplätze gar nicht besetzt worden. Die Azubis lernen nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Bonn zum Beispiel, Kunststoffe zu unterscheiden. Auf dem Stundenplan stehen aber auch Verarbeitungsverfahren von polymeren Werkstoffen, Umwelt-und Gesundheitsschutz, der Umgang mit Pneumatik- und Hydraulikschaltungen und das Instandhalten von Maschinen. Die Ausbildungsbetriebe sind überwiegend mittelständisch. "Sie produzieren die gesamte Palette an Kunststoffprodukten: Bauteile, Formteile, Fenster, aber auch Kotflügel für die Autoindustrie", zählt Margret Reymers vom BIBB auf. Kunststoffverarbeiter ist ein Beruf, der vor allem für Realschüler infrage kommt. Sie machen fast die Hälfte aller Azubis aus. Weniger als ein Drittel sind Hauptschüler, sechs Prozent haben Abitur. Die Azubis erhalten im Durchschnitt aller drei Lehrjahre monatlich 667 Euro in West- und 539 Euro in Ostdeutschland. "Die Chancen auf eine Übernahme sind vergleichsweise gut", sagt Reymers. Das kann Henning Kautz von Continental in Hannover bestätigen: "Bei uns werden rund 80 Prozent der Azubis übernommen." Bei Continental werden Reifen genauso hergestellt wie Antriebsriemen, Transportbänder oder Motorlager. "Wir machen eine Vorauswahl nach Zeugnisnoten", erklärt Kautz. "Wer in Mathe eine Vier hat, den nehmen wir eher nicht." Das sichere Beherrschen der Grundrechenarten im Kopf sei kaum verzichtbar. Wer in der Auswahl bleibt, macht einen Eignungstest. Überprüft werden das logische Denkvermögen, die Konzentrationsfähigkeit und das technische Verständnis der Bewerber. Denn in der Kunststoffverarbeitung ist Technik wichtig: "Wir haben einen steigenden Automatisierungsgrad." In der Ausbildung werden zunächst die Grundlagen der Bedienung der Maschinen, der Kunststoff- und Metallverarbeitung und der Elektrotechnik vermittelt. Die Azubis müssen dabei von Anfang an mit anfassen: Sie bereiten zum Beispiel Kunststoff- und Kautschukmassen auf und richten die Verarbeitungsmaschinen ein. Ohne die Arbeit mit Maschinen geht es nicht. An Maschinenlärm müssen sich die Azubis deshalb genauso gewöhnen wie an die Arbeit bei Hitze und an den Geruch von geschmolzenem Kunststoff.
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Kürschner
Susanne Kolb-Wachtel vom Deutschen Pelzverband in Frankfurt bringt es auf den Punkt: "Kreativen bietet der Kürschner-Beruf beste Möglichkeiten, selbst Mode zu machen." Natürlich müssten bei der Arbeit mit dem hochwertigen Material auch die handwerklichen Fähigkeiten auf entsprechendem Niveau sein. "Gute Kürschner sind gefragt", sagt Matthias Geignetter, Inhaber eines Ateliers in Fürth und beim Bundesinnungsverband zuständig für Ausbildungsfragen. "In Deutschland gibt es derzeit etwa 850 Betriebe mit 2900 Beschäftigten", sagt der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Kürschner-Handwerks in Kaiserslautern, Helmut Knieriemen. Meist seien es kleine Unternehmen. Die seit 2004 bestehende neue Handwerksordnung erlaubt, dass schon nach bestandener Gesellenprüfung ein Geschäft eröffnet werden kann. Früher war dafür zwingend der Meisterbrief erforderlich, der als Gütesiegel allerdings weiter gefragt ist. Den Beruf des Kürschners in der heutigen Form gibt es seit Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Pelzverarbeiter begannen, Jacken, Capes und Mäntel ganz aus Fellen zu arbeiten. Drei Jahre dauert die Ausbildung im dualen System, also im Betrieb und in der Berufsschule. In Fürth, früher Hochburg der fränkischen Pelzindustrie, gibt es eine Fachklasse für dieses Handwerk, in der jährlich im Blockunterricht von elf Wochen Theorie unterrichtet wird. Die Auszubildenden im Kürschnergewerbe sind laut Knieriemen ein "kleiner Kreis" von 40 Azubis. "Der Frauenanteil ist sehr hoch", ergänzt Geignetter. Und er rät: "Ehe man sich für diesen Beruf entscheidet, soll man auf jeden Fall ein Praktikum machen." Bei der Suche nach einer Lehrstelle ist Flexibilität gefragt. "In seinem Dorf darf man nicht festsitzen." Im ersten Jahr der Ausbildung gibt es 415 Euro. Das Einstiegsgehalt liegt bei rund 1350 Euro monatlich. "Pelz ist die älteste und natürlichste Bekleidung des Menschen", erläutert Susanne Kolb-Wachtel. Schon im Altertum diente er dem Schutz vor Kälte, fand aber auch für dekorative Zwecke Verwendung. Heute überwiegt bei Kleidungsstücken aus Fell der modische Gesichtspunkt. Viele Kürschner verstehen sich deshalb als Kreative. Kürschnermeister Stefan Buchmann aus Hamburg gilt in der Branche als eine Art "junger Wilder", weil seine Kreationen die konservative Linie verließen. "Derzeit arbeite ich an einem sandfarbenen Breitschwanzpersianermantel, der beidseitig zu tragen ist. Die andere Seite besteht aus nougatfarbenem Leder." Kürschner liefern "eine hochwertige Handwerksleistung mit hochwertigem Material", die zu Schnäppchenpreisen nicht zu haben sei, sagt Buchmann. So lernt jeder Auszubildende von Anfang an den gewissenhaften Umgang mit Fellen. Dazu muss er sich gute Sachkenntnisse aneignen, die bei der Gesellenprüfung abgefragt werden. Notwendig sind zudem mathematische Fähigkeiten. "Es muss schließlich der Bedarf an Pelzen sowie des Stoffs für ein Futter genau berechnen werden können", sagt Geignetter. Kürschner brauchen ein gutes Vorstellungsvermögen, um vor Augen zu haben, wie das fertige Produkt schließlich aussehen wird. Skizzen und Entwürfe sind umzusetzen, häufig im engen Kontakt mit Kunden. Kernstück sind die handwerklichen Fähigkeiten, die Technik des Aufbereiten und Schneidens der Pelze. Die kommen heute schon vorbearbeitet in die Werkstatt. Bis vor etwa 150 Jahren mussten Kürschner die rohen Tierhäute noch selbst zurichten, also von Fleischresten und Fett säubern, gerben und veredeln. "Ganz wichtig für einen Kürschner oder eine Kürschnerin ist natürlich das Interesse für Mode. Man muss wissen, was die modische Frau will. Dazu informiert man sich auch auf Messen", erklärt Buchmann. "Alle Designer vermarkten Pelz", sagt Knieriemen. Das Spektrum erstreckt sich vom Pelzmantel über Jacken, Umhänge, breite Schals, Kragenbesätze, Kappen und vieles andere mehr. "Pelze sind langlebig. Nerz beispielsweise bis zu 40 Jahre", erklärt Kolb-Wachtel. So muss der alte, nicht mehr zeitgemäße Pelzmantel nicht in die Altkleidersammlung gegeben werden. "Ein Kürschner macht daraus ein neues Modell oder zumindest ein wärmendes Innenfutter für einen Stoffmantel oder eine Jacke." Im seriösen internationalen Pelzhandel sind heute die Felle artengeschützter Tiere wie Leopard oder Tiger verschwunden. Die Natur liefert genügend Rohstoffe aus Überpopulationen, Jagd und Zuchtfarmen. So lernt der Auszubildende früh, Lamm Bisam, Waschbär, Coyote, Hamster, Opossum, Fohlen oder Nerz voreinander zu unterscheiden und mit diesen Rohstoffen bewusst umzugehen. Wer ein Gefühl dafür hat, den erwarten gute Berufsaussichten. Internet: www.kuerschner-verband.de www.kuerschner-innung.de www.deutscherpelzverband.de. |
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