Künstler-Archiv
In unserem Künstler-Archiv finden Sie alle wichtigen Informationen zu den Gästen der Kölner Philharmonie: In den Porträts beantworten Fragen zum musikalischen Werdegang der Künstler ebenso wie zu prägenden Karrierestationen. Außerdem eine Beschreibung der stilistischen Besonderheiten der Solisten.
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Bad Plus, The
Ob die drei Männer aus Wisconsin, USA, regelmäßig den Weg nach Delphi einschlagen, sei einmal dahingestellt. Nicht ohne Augenzwinkern behaupten sie, dass der Rat höherer Instanzen zur Förderung ihrer Kreativität ab und an bemüht wird. »Wenn wir Cover-Versionen auswählen und arrangieren, konsultieren wir ein Orakel und werten es gemeinsam aus«, beschreibt Pianist Ethan Iverson die Arbeitsweise dieser in jeder Hinsicht bemerkenswerten Band. Die in den USA nicht gerade zimperliche Kritik überhäuft das amerikanische Trio seit seinem 2001 erschienenen Debütalbum bei jeder neuen Plattenveröffentlichung mit Lobeshymnen – ein Zeichen dafür, dass man geradezu danach lechzt, etwas Neues auf dem übersättigt wirkenden Sektor des Klaviertrios hören zu wollen? In der Tat, obwohl The Bad Plus in der spartanisch-klassischen Jazzbesetzung mit Piano, Bass und Schlagzeug antreten, spielen sie alles andere als klassischen Jazz. Hier wird mit soviel Verve, Energie und Spielfreude aufgetrumpft, dass man stets das Gefühl hat, einem größeren Ensemble zu lauschen. Alle drei sind Rhythmus-Fanatiker, und selbst Pianist Iverson definiert sich mindestens in gleichem Maß als Mitglied der Rhythm Section wie als Leader des Trios. Ihre Stärken liegen im rhythmischen Crescendo, von intensiv bis zu präziser Attacke, vom Hintergrund der Bühne ganz nach vorn an die Rampe. Selbst wenn sie Atem holen und ein Stück langsam und gefühlvoll beginnen, dann lassen sich die drei schon bald wieder von ihrem immanenten Schwung mitreißen zum nächsten subtilen Angriff auf das Zwerchfell: Wir können eben nur heftig. Dies jedoch mit Bravour. Die drei Chicagoer bevorzugen einen rauen Sound, der ihnen zu einem ähnlichen Kultstatus verholfen hat, wie ihn auch das schwedische Trio e.s.t. bis zum Tod seines Pianisten Esbjörn Svensson besaß. Zudem integriert The Bad Plus Rhythmen der Jetztzeit in seine Kompositionen – der Jazz kommt nicht altklug swingend daher. Er pulsiert und hämmert, Schlagzeuger David King und Bassist Reid Anderson tragen dabei Hauptverantwortung für das ständige Befeuern des Dampfkessels. Ethan Iverson kommuniziert intensiv –mal, indem er mit ihnen gleichzeitig spielt, mal, indem er sich vehement gegen sie stemmt. Als Ergebnis ist eine delikate Mixtur aus den verschiedensten Stilen zu begutachten, die von gelegentlichen impressionistischen Klangtupfern bis zum Grunge Rock der Neunzigerjahre reicht. All dies wird durch die Mühlen des Jazzidioms gedreht und gewendet, bis es zu hundert Prozent als The Bad Plus zu erkennen ist – Ergebnis einer erfolgreichen Suche nach Möglichkeiten, dem Piano-Jazz nach Jahren der Erstarrung im Mainstream wieder neue Impulse zuzuführen.
Berio, LucianoSoll das etwa Musik sein? Was wir da brüllen, stöhnen, summen, flüstern, kichern, husten, schluchzen, pfeifen, schnarchen und gelegentlich sogar singen hören, ergibt insgesamt Luciano Berios Komposition »A-Ronne«. Nun hatte der 2003 verstorbene Italiener zwar ein sehr liberales Verständnis von Musik: Sie sei »alles, was man hört mit der Absicht Musik zu hören.« Doch in diesem Fall war wohl selbst er sich seiner Sache nicht ganz sicher, denn er zog es vor, von einer »radiophonen Dokumentation« zu sprechen. Was er dokumentierte, war ein Gedicht seines Landsmannes Edoardo Sanguineti, das selbst wiederum Texte aus der Bibel und dem Kommunistischen Manifest sowie von T. S. Eliot, Dante und Roland Barthes collagiert. Berio zerlegt dieses Gedicht genüsslich in seine Bestandteile, bis dessen ursprüngliche Bedeutung sich auflöst und neue Sinngebung ermöglicht: Es sind die unterschiedlichsten Räume und Situationen – von der Sprachtherapie bis zum Beichtstuhl, von der Kaserne bis ins Schlafzimmer –, die uns im Verlauf der etwa 20 Textwiederholungen plastisch vor Ohren geführt werden. »A-Ronne« ist bei der MusikTriennale Köln gleich zweimal zu erleben: einmal mit einer Puppen-Performance des Florentiner »Teatro Minimo« (weil ja bei einem Radiostück ansonsten nur Lautsprecher zu sehen wären) und einmal in einer Konzertfassung live dargeboten durch die Neuen Vocalsolisten Stuttgart. Vielleicht ist »A-Ronne« ja tatsächlich keine Musik im engeren Sinn. Aber das überaus amüsante Stück aus dem Jahr 1975 bietet zweifellos einen guten Einstieg in Berios Schaffen, denn es enthält vieles, was auch sonst für seine Werke charakteristisch ist: die Erforschung des Klangpotenzials der Sprache, das theatralische Element, die Lust am Zitieren und Collagieren, die enorme Vielschichtigkeit und die große Virtuosität, die den Interpreten abverlangt wird. Das alles lässt sich auch in Berios vielleicht bekanntestem Werk entdecken, der 1968 entstandenen »Sinfonia«, die in der Ausführung der Neuen Vocalsolisten Stuttgart und der Bamberger Symphoniker zu hören ist. Der Titel des Stücks mag in die Irre führen, denn einen traditionellen Orchesterschinken wollte Berio nie schreiben. Doch »Sinfonie« heißt wörtlich »Zusammenklingen« – und hier klingt selbst das scheinbar Unvereinbare zusammen: zum Beispiel Parolen der Pariser Hausbesetzerszene und Texte des französischen Anthropologen Claude Lévi-Strauss. Oder Versatzstücke aus drei Jahrhunderten Musikgeschichte: Im dritten Satz ranken sich um das Scherzo aus Gustav Mahlers zweiter Sinfonie Zitate von Bach, Beethoven, Brahms, Wagner, Ravel, Schönberg, Boulez, Stockhausen und vielen weiteren Komponisten. Ein Tag mit Folgen Doch Berio hat keineswegs nur »musikalischen Kannibalismus « betrieben (wie er es selbst einmal augenzwinkernd nannte), sondern stets auch neue Klänge und Spielweisen erfunden. Bestes Beispiel sind die »Sequenze« (Folgen), die er zwischen 1958 und 2002 für 14 verschiedene Soloinstrumente (einschließlich der menschlichen Stimme) schrieb. Jedes dieser Stücke erweitert die spieltechnischen Möglichkeiten des jeweiligen Instruments bis in vorher kaum denkbare Regionen der Virtuosität. Und weil die »Sequenze« nur von Solisten höchsten Ranges zu bewältigen sind, wird der gesamte Zyklus äußerst selten im Zusammenhang aufgeführt. Im Rahmen der MusikTriennale aber doch: »Ein Tag mit Folgen« bietet die Stücke sogar in einer wahren »All-Star-Besetzung«, nämlich mit Solisten des Pariser »Ensemble intercontemporain«, dem Berio seit seiner Zeit als Direktor des IRCAM eng verbunden war, dazu Original-Interpreten wie Teodoro Anzellotti, Claude Delangle oder Pascal Gallois, denen der Komponist die jeweilige »Sequenza« gewidmet hat. Zudem wird Edoardo Sanguineti seine eigenen Verse lesen, die er den Werken seines Freundes als Motti vorangestellt hat.
Blechacz, RafalKeine Allüren, keine Siegerpose und keine gegelte Sturmfrisur – dieser Pianist besticht durch nichts als seine pianistischen Primärtugenden. Makellose Technik und absolute Präzision sind bei gepaart mit einer beeindruckenden Kunst des Anschlags, mit dem Willen und der Fähigkeit, einer Komposition auf den Grund zu gehen, und mit großer Freude am Ausdruck. Im Alter von 20 Jahren gewann der junge polnische Pianist 2005 den renommierten Chopin-Klavierwettbewerb in Warschau. Die Jury war so überwältigt von seinem Spiel, dass sie sich außerstande sah, in diesem Jahr einen zweiten Preis zu vergeben, der qualitative Abstand zu den anderen Preisträgern sei zu groß gewesen. Berühmte Vorgänger wie Maurizio Pollini und Martha Argerich gingen einst als Preisträger aus diesem Wettbewerb hervor, und auch Krystian Zimerman konnte genau 30 Jahre vor Rafal Blechacz die gestrenge Jury überzeugen. Die beiden haben viel gemeinsam, nicht nur sind sie Landsleute, sie sind mit der gleichen Ernsthaftigkeit bei der Sache und stellen lieber die Musik als sich selbst in den Mittelpunkt. Krystian Zimerman stand seinem jungen Kollegen nach dem Wettbewerb mit Rat und Tat zur Seite und konnte wertvolle Tipps zur Lebensrealität eines Solisten beisteuern, Rafal Blechacz wusste zwar bereits mit zehn, dass er Pianist werden wollte, aber die Welt der Agenturen, Festivals und Konzertveranstalter war für den 20-Jährigen Neuland. Mittlerweile ist Rafal Blechacz ein weit gereister, weltweit gefragter Solist mit Plattenvertrag und Terminkalender. 2007 gab er sein Debüt in der Kölner Philharmonie mit Chopins 2. Klavierkonzert, auch seine erste CD bei der Deutschen Grammophon war Chopin gewidmet. Nun gibt er zum ersten Mal ein Solo-Recital in der Domstadt und hat ein bunt gemischtes Programm im Gepäck von Bach bis Szymanowski. Chopin ist auch wieder mit von der Partie, Rafal Blechacz hat offenbar einen besonderen Sensor für die vielfältigen Ausdrucksnuancen dieses Komponisten. Festnageln lassen möchte er sich allerdings nicht auf die Musik seines Landsmanns, das wäre für einen Künstler mit seinem Horizont ohnehin ein Ding der Unmöglichkeit. Seine Herangehensweise an die Werke der Klassik beschreibt Rafal Blechacz folgendermaßen: "Wenn ich bestimmte Passagen in Klaviersonaten der Klassik spiele, stelle ich mir immer gerne die Klangfarbe anderer Instrumente vor. Beim Studium von Haydn, Beethoven oder Mozart habe ich oft versucht, das Werk oder Teile davon im Geist zu ‚orchestrieren’, um mir Klarheit über Artikulation, Pedalgebrauch oder Klangfarbe zu verschaffen. Nach dem Durchspielen dieser ‚imaginären Orchestrierung’ waren die interpretatorischen Zweifel meist ausgeräumt". Geboren und aufgewachsen ist Rafal Blechacz in der polnischen Kleinstadt Naklo und fühlt sich dort bis heute wohl, auch wenn die Stadt ihm nicht einmal eine richtige Musikschule bieten konnte, zum Unterricht ging er in die Provinzstadt Bydgoszcz. "Berlin etwa wäre mir viel zu unruhig. Ich möchte in Naklo bleiben. Die Atmosphäre ist einfach so gut. Ich will in Ruhe arbeiten. Diese Ruhe ist sehr wichtig für mich", sagt Rafal Blechacz und achtet darauf, nicht mehr als 45 Konzerte im Jahr zu geben. Er nimmt sich Zeit für die Erarbeitung von neuem Repertoire und geht seinem Hobby nach: Bergwandern in der Tatra. Marketingexperten beißen sich an diesem ganz und gar unprätentiösen jungen Mann die Zähne aus. Sie könnten sich getrost zurücklehnen und den Dingen ihren Lauf lassen: Qualität setzt sich durch, und dieser vielversprechende junge Pianist erobert das Publikum mit seinem unnachahmlichen, bescheidenen Lächeln auf seine Weise.
Bostridge, IanBereits als Kind verwunderte ihn seine Umgebung; das meiste, was seine Mitmenschen taten, schien ihm merkwürdig und fremd. So stürzte er sich lieber in die Welt der Bücher. Mit 14 Jahren schickten die Eltern ihren hochbegabten Sohn in ein Internat. Während dieser Zeit interessierte sich Ian mehr für den klassischen Liedgesang und den Bariton Dietrich Fischer-Dieskau als für Punkrock. Ohne jeden Unterricht befasste er sich mit seiner eigenen Stimme, erarbeitete sich Werk um Werk. Er begann Fischer-Dieskau-Platten zu sammeln, sang alles mit, gewann so ein Gespür für die fremde Sprache und die Gefühlswelt der Romantiker. Heute hört Ian Bostridge es gerne, wenn man ihn als "deutschen Sänger britischer Herkunft" charakterisiert. Seit der Jugendzeit liest und singt er deutsch. Er fühle sich magisch angezogen von dieser Sprache, jedes Wort habe seine eigene Melodie. Er singe sogar lieber deutsch als englisch – aufgrund des Gefühls, die Stimme dabei besser platzieren zu können. Ian Bostridge hat sich viel beschäftigt mit dem, was er tut – weit über die Noten und Texte der von ihm interpretierten Musik hinaus. In Cambridge und Oxford studierte er Geschichte und Philosophie, promovierte über das Thema Hexenwahn. Hätte sein Professor Keith Thomas den passionierten Hobbysänger nicht ermutigt, den Schritt in das Profi-Geschäft zu versuchen, Bostridge säße vermutlich noch heute in den Bibliotheken der englischen Universitätsstädte. So aber gab er 1993 sein Debüt als Tenor, bereits zwei Jahre später trat er in der Londoner Wigmore Hall auf, 1995 im Covent Garden. Schnell wird Bostridge auch auf dem Kontinent als Liedsänger bekannt – der einzige Fernstudent Dietrich Fischer-Dieskaus, der seinem Lehrer erst begegnete, als er selbst reifer Künstler war. Als er sich für eine CD-Aufnahme der "Schönen Müllerin" Tipps von seinem fernen Berater einholen will, differenziert Fischer-Dieskau wie selbstverständlich zwischen "richtigen" und "falschen" Interpretationsansätzen, für Bostridge dagegen existieren immer mehrere Lösungen. Der spontane, individuelle Zugang erscheint ihm ebenso wichtig wie Erkenntnisse der historischen Aufführungspraxis. Dass manche den Klang seiner schlanken, hellen Tenorstimme "weiß" nennen, stört ihn nicht. Die Farben scheint er sich aus der stilistischen Vielseitigkeit zu holen, die er auf einzigartige Weise verschmelzen lässt. Was macht das Phänomen Ian Bostridge aus? Ist es seine Erscheinung – schmächtig und leicht zerbrechlich ausschauend –, die die Assoziation der hoffnungslos liebenden Gestalt, des Fremdlings allerorts, wie sie bei Schubert und Schumann vermehrt vorkommen, hervorruft? Ist es der jugendliche Charme eines ernsthaften, leicht melancholischen und feinsinnigen Schwärmers? Singen ist für ihn Ausdruck eines inneren Dranges, Schweigen zu durchbrechen, Gefühlen eine Form zu geben. Er selbst bezeichnet sich eher als Performer, der singt. Im Gegensatz zur Oper kann er beim Liedgesang auch mit seiner leichten Stimme dramatisch singen. Daher liegt ihm der Liedgesang am besten, der etwas Dramatisches hat und in dem sich der Sänger in eine Rolle begeben kann. Deshalb hat man immer den Eindruck, er tritt beim Singen auf eine Theaterbühne. Kommt seine dramatische Neigung am Anschaulichsten zum Vorschein bei der 1997 entstandenen Filmproduktion der "Winterreise" mit dem Regisseur David Alden (am Klavier saß damals Julius Drake), spürt man diese unsichtbar auch bei seiner zuletzt erschienenen Schubert-Einspielung des "Schwanengesangs" mit Antonio Pappano. Wiederum sucht er die Extreme im Ausdruck, spricht mit seiner ganzen Person, so dass man allein beim Hören ein körperliches Ereignis wahrnimmt. Auch das gehört zum Phänomen Ian Bostridge.
Boulez, Pierre
Im März 2010 feierte der französische Komponist und Dirigent Pierre Boulez seinen 85. Geburtstag. Und was für Lebensleistung verbirgt sich nicht hinter diesem Alter. Als Komponist bildete er mit Nono und Stockhausen eine aufmüpfige Boygroup und schuf Meilensteine der Neuen Musik. Als Dirigent leitete Boulez seit seinem Pultdebüt 1956 alle Orchester von Weltrang. Und als Kulturpolitiker besitzt er in Frankreich fast den Status eines Sonnenkönigs. Fast möchte man daher glauben, dass Boulez in seiner Kindheit mal in einen Jungbrunnen gefallen ist. Denn bis heute haben all diese kräftezehrenden Aufgaben keinerlei Spuren hinterlassen. Allein das Kölner Publikum konnte sich davon dank des philharmonischen Stammgasts Boulez immer wieder überzeugen. Aber tatsächlich hat ein natürlicher Zaubertrank dafür gesorgt, dass er geistig und körperlich so topfit geblieben ist: Obwohl Boulez aus der wunderschönen Weinlandschaft Loire stammt, trinkt er ausschließlich Mineralwasser! Ein zweites Erfolgsmittelchen für seine hellwachen Augen und Ohren liegt aber wohl in der Konzentration auf das wegweisende Kernrepertoire der Moderne. Warum soll er als Dirigent seine Zeit mit Brahms (»bourgeois und selbstgefällig «) oder mit einem »unbedeutenden Talent« wie Prokofjew vergeuden, wenn es schließlich die weiterhin an- und aufregenden Visionäre Mahler und Webern, Debussy und Strawinsky gibt. Boulez eröffnete 2011 das ihm gewidmete Kölner Festival »ACHT BRÜCKEN« mit einem Werk, mit dem er schon 2000 in der Kölner Philharmonie gastierte, als man ihm zum 75. Geburtstag gratulierte. Es ist Igor Strawinskys Ballettmusik »Pétrouchka«, dessen Instrumentierung und vor allem rhythmisches Raffinement gleichermaßen den Komponisten Boulez beeinflusst hat. 1951 sorgte Boulez mit seinem Aufsatz »Schönberg ist tot« für einige Aufregung in der Neuen Musik-Szene sorgte. Doch Boulez hat längst seinen Frieden mit ihm gemacht. Brachte er 2000 in Köln noch mit seinem engen Freund Daniel Barenboim Schönbergs Klavierkonzert zur Aufführung, übernahm 2011 Barenboims Sohn Michael den irrwitzig schweren Solo-Part in Schönbergs Violinkonzert. Zur Seite hatte der immens talentierte Barenboim-Junior jedoch eben mit Boulez einen junggebliebenen Altmeister, der von jeher einfach alles im Griff hat. |
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